Im September 2026 kletterten die weltweiten Fahrzeugverkäufe des chinesischen Konzerns BYD um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters markiert dies den fünften Wachstumsmonat in Folge. An den Märkten sorgte die Veröffentlichung für Auftrieb: Die Aktie legte heute um 2,3 Prozent auf 8,72 Euro zu.
Dynamisches Exportgeschäft gleicht Inlandsflaute aus
Haupttreiber der Entwicklung ist die internationale Nachfrage. Während der Absatz im Heimatmarkt China Gegenwind spürt, gewinnt die Auslieferung auf ausländischen Märkten massiv an Dynamik. Die Expansion in Übersee fängt damit die Kaufzurückhaltung im Inland ab.
Die Ausfuhren von Pkw und Pick-ups kletterten im September im Vorjahresvergleich um rund 154 Prozent auf 179.877 Fahrzeuge. Damit machten die internationalen Lieferungen knapp 39 Prozent des gesamten Monatsvolumens aus. Der heimische Markt verzeichnete im gleichen Zeitraum dagegen einen Rückgang um etwa 13 Prozent auf 282.861 Fahrzeuge.
Reine Elektrofahrzeuge konnten zulegen, während Plug-in-Hybride zuletzt eine schwächere Entwicklung zeigten. Die ungeprüften Produktionsdaten beliefen sich im September auf 463.864 Einheiten, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Gemischte Zwischenbilanz nach neun Monaten
Im gesamten dritten Quartal 2026 verkaufte BYD weltweit mehr als 1,32 Millionen Fahrzeuge. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal entspricht dies einer Zunahme um knapp 19 Prozent.
Betrachtet man das bisherige Gesamtjahr, bleibt das Bild jedoch differenziert. In den ersten neun Monaten 2026 summierten sich die Auslieferungen auf 3.131.576 Einheiten, was einem leichten Minus von knapp 4 Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Exportanteil lag in diesem Zeitraum mit mehr als 1,33 Millionen Einheiten bei über 42 Prozent des gesamten Volumens.
Ambitionierte Ziele für das internationale Geschäft
Der Konzern plant, die Ausrichtung auf das Ausland in den kommenden Jahren konsequent zu forcieren. Laut Einschätzungen von Brokerhäusern peilt BYD für 2027 Exporte von mehr als 2,5 Millionen Fahrzeugen an. Parallel dazu erweitert der Autobauer seine Vertriebsinfrastruktur über lokale Partnerschaften in Regionen wie Südasien, um den Absatz abseits des Heimatmarktes weiter abzusichern.
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