15.000 Kilometer, elf Länder, ein Ziel: BYD schickt seine Denza Z9GT-Flotte auf eine Reise von Rom nach Hongkong. Die Tour soll zeigen, was der chinesische Autobauer bei Batterietechnik und Schnellladen kann. Der Zeitpunkt ist kein Zufall.
Eine Roadshow als Werbebotschaft
Die Fahrt startete am 13. Juni und soll um den 25. Juli in Hongkong enden. Die Route führt durch Italien, Kroatien, Serbien und die Türkei, weiter über Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan bis nach China.
An Bord: der Denza Z9GT, ein Modell aus BYDs Premiummarke Denza. Er trägt die neue Blade Battery 2.0 mit höherer Energiedichte und besserem Schutz vor Überhitzung. Die Reichweite liegt bei bis zu 1.036 Kilometern pro Ladung.
Der eigentliche Clou ist die Ladetechnik. BYD wirbt damit, dem Z9GT in nur neun Minuten über 900 Kilometer Reichweite nachzuladen. Für ein Fahrzeug dieser Größenklasse wäre das ein Spitzenwert im globalen Vergleich.
Starkes Auslandsgeschäft, schwacher Kurs
Die Show kommt nicht von irgendwoher. Im ersten Halbjahr sind BYDs Auslandslieferungen um 82,5 Prozent gestiegen, auf 471.091 Fahrzeuge. Damit macht das Auslandsgeschäft inzwischen 42,5 Prozent aller Lieferungen aus.
BYD hat dafür in den vergangenen Jahren Werke in Ungarn, Kambodscha, der Türkei und Brasilien aufgebaut. Die Rom-Hongkong-Tour setzt genau hier an: Sie soll die Marke in Märkten sichtbar machen, in denen BYD noch relativ neu ist.
An der Börse zeigt sich davon bisher wenig. Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 9,42 Euro, ein Minus von 1,68 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 14,02 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sind es sogar 29,18 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 14,80 Euro aus dem Juli 2025 trennen die Aktie inzwischen 36,36 Prozent. Erst Ende Juni markierte der Titel mit 8,03 Euro ein neues Jahrestief. Der aktuelle Kurs liegt sowohl unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,72 Euro als auch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,68 Euro.
Der RSI von 52,6 signalisiert dabei weder Überkauft- noch Überverkauftheit. Die operative Story bei BYD und die Kursentwicklung laufen damit derzeit in unterschiedliche Richtungen.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die mediale Aufmerksamkeit der Reise dem internationalen Absatz weiter Schub gibt. Bis zur geplanten Ankunft in Hongkong um den 25. Juli bleibt die Tour Gesprächsstoff in der Branche.
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