Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » BYD Aktie: Bilanz im Härtetest

BYD Aktie: Bilanz im Härtetest

BYD veröffentlicht Jahreszahlen unter widersprüchlichen Vorzeichen: Einbruch im Inlandsgeschäft durch Steuern und Subventionsende steht gegen Rekordexporte. Die Profitabilität steht im Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Inlandsverkäufe brechen Anfang 2026 deutlich ein
  • Exporte erreichen Rekordniveau und sollen weiter steigen
  • Analysten sehen Aktie mehrheitlich positiv
  • Neue Batterie- und Ladetechnologie vorgestellt

Am Donnerstag legt BYD seine Jahreszahlen vor — zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen zwei gegensätzliche Kräfte gleichzeitig spürt. Das Exportgeschäft boomt, der Heimatmarkt schwächelt. Wie stark das eine das andere ausgleicht, wird die entscheidende Frage des Berichts sein.

Einbruch im Heimatmarkt

Die Zahlen für Januar und Februar 2026 sind ernüchternd: Die Inlandsverkäufe brachen um rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zwei strukturelle Faktoren belasten: Eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent und das Auslaufen staatlicher Subventionsprogramme dämpfen die Nachfrage spürbar.

BYD reagiert mit aggressiven Finanzierungsangeboten, um die lokalen Absatzzahlen zu stützen. Ob diese Maßnahmen greifen, werden die Quartalszahlen zeigen. Analysten rechnen für Q4 2025 mit einem Umsatz von 245,52 Milliarden CNY — ein Rückgang von 10,67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie erwarten sie 1,22 CNY, was einem Minus von 29 Prozent entspricht.

Exporte als Gegengewicht

International läuft das Geschäft deutlich besser. 2025 überschritt BYD erstmals die Marke von einer Million exportierter Fahrzeuge. Allein im Februar wurden 100.600 Einheiten ins Ausland geliefert. Für 2026 peilt das Unternehmen 1,3 Millionen Exportfahrzeuge an.

Besonders Lateinamerika entwickelt sich zum Wachstumsmarkt: Aus Argentinien und Mexiko soll BYD rund 100.000 kombinierte Fahrzeugbestellungen erhalten haben — ein Puffer gegen den Einbruch im Heimatmarkt.

Margen unter der Lupe

Für Aktionäre ist die Profitabilität die zentrale Kennzahl. BYD investiert gleichzeitig in neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand und kämpft in China mit intensivem Preiswettbewerb. Ob die Kostenvorteile durch die hauseigene Batterieproduktion — BYD fertigt rund 80 Prozent seiner Kernkomponenten selbst, mehr als doppelt so viel wie Tesla — die Belastungen auffangen können, bleibt offen.

Anfang März präsentierte BYD die zweite Generation seiner Blade-Batterien sowie eine neue Schnellladetechnologie, die den Akku in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent lädt.

Analysten mehrheitlich optimistisch

Das Meinungsbild unter Analysten ist gespalten, tendiert aber ins Positive. Auf Basis von 27 Prognosen für die Hongkonger Aktie ergibt sich laut Investing.com ein durchschnittliches Kursziel von 162,29 HKD, bei einem Höchstwert von 265,59 HKD und einem Tiefstwert von 93 HKD. Das Konsensrating lautet „Strong Buy“.

Citigroup bestätigt ein Kaufrating mit einem Kursziel von 174 HKD und erwartet ab März monatliche Absatzzahlen von 220.000 bis 250.000 Einheiten. Nomura hält ebenfalls an einem Kaufrating fest, setzt das Ziel jedoch niedriger bei 132 HKD an und betont, dass eine nachhaltige Neubewertung der Aktie eine echte Erholung des Inlandsmarkts voraussetzt.

Am Tag nach der Bilanzveröffentlichung, dem 27. März, tritt der Aufsichtsrat zusammen, um über eine mögliche Abschlussdividende zu entscheiden.

Anzeige

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BYD

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.