Acht neue Modelle, drei Marken, ein klares Signal: BYD nutzt das Goodwood Festival of Speed 2026 als Bühne für seinen bislang aggressivsten Auftritt in Europa. Der chinesische Elektroautobauer zeigt dort nicht nur Fahrzeuge — er demonstriert, dass er den europäischen Markt ernst nimmt.
Acht Modelle auf einen Schlag
Das Herzstück des Auftritts ist die Premiummarke Denza, die in Goodwood ihr offizielles UK-Debüt feiert. Denza stellt zwei neue Modelle vor: den rein elektrischen Z Coupe und den Z Racing. BYD selbst zeigt den Dolphin G DM-i, einen Plug-in-Hybrid-Kleinwagen speziell für den europäischen Markt. Hinzu kommt die europäische Premiere des BYD Shark Pickups.
Stella Li, Executive Vice President von BYD, nannte den Auftritt ein „Statement of Intent“ — kein bloßes Produktevent, sondern ein Bekenntnis zu Innovation, Performance und Nachhaltigkeit aus einer Hand.
Europas Verkaufszahlen sprechen für sich
Hinter dem Messeauftritt steckt echter Schwung. Im Mai 2026 stiegen BYDs EU-Zulassungen um 158,8 Prozent auf 26.017 Einheiten — und übertrafen damit Tesla in der Region. Von Januar bis Mai 2026 kletterten die Verkäufe auf knapp 99.600 Einheiten, ebenfalls mehr als Tesla. Der EU-Marktanteil stieg auf 2,7 Prozent, nach 1,1 Prozent ein Jahr zuvor.
Das Wachstum ist real. Aber der Kurs erzählt eine andere Geschichte.
Aktie weit unter Jahreshoch
Die Aktie notiert aktuell bei 8,59 Euro — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 8,37 Euro vom Vortag. Seit dem Hoch von 14,80 Euro im Juli 2025 hat das Papier mehr als 40 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 24,6 und signalisiert damit überverkauftes Terrain.
Die Diskrepanz ist auffällig: Während BYD operativ in Europa Fahrt aufnimmt, preist der Markt offenbar andere Risiken ein — von Strafzöllen über Margendruck bis zur Bewertung des Gesamtmarkts für chinesische Titel. Ob Goodwood und die starken Verkaufszahlen das Bild drehen, zeigt sich spätestens, wenn BYD die nächsten Quartalszahlen vorlegt.
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