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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: Abstand zu Rivalen wächst

BYD verkauft im Juli 419.211 Fahrzeuge und steigert Exporte um 124 Prozent. Der Aktienkurs erreicht den höchsten Stand seit Juni.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs erreicht Juni-Hoch
  • Exporte steigen um 124 Prozent
  • Heimmarkt-Rückgang schwächt sich ab
  • Jahresabsatz weiterhin unter Vorjahr

Während chinesische Elektroauto-Konkurrenten wie XPeng, Nio und Li Auto im Juli spürbar an Fahrt verloren, zieht BYD gerade davon. Der Kurs der Hongkong-notierten Aktie kletterte auf 94,90 Hongkong-Dollar und markierte damit den höchsten Stand seit Anfang Juni. Der Auslöser: Absatzzahlen, die eine wachsende Kluft zum Rest der Branche offenlegen.

BYD verkaufte im Juli weltweit 419.211 Fahrzeuge mit neuer Energie-Technologie, ein Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit legt der Konzern bereits den dritten Monat in Folge zweistellig zu. Zum Vergleich: XPeng lieferte 38.027 Fahrzeuge aus, Nio kam auf 21.017 Einheiten, Li Auto auf 30.731 — bei allen dreien ging es gegenüber dem starken Juni spürbar bergab.

Auslandsgeschäft als Wachstumsmotor

Der eigentliche Treiber sitzt jenseits der chinesischen Grenzen. Die Auslandsauslieferungen von Pkw und Pickups kletterten im Juli auf 179.841 Einheiten, ein Sprung von 124,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Juni hatte das Exportwachstum noch bei knapp 95 Prozent gelegen — das Tempo zieht also von Monat zu Monat weiter an. Mittlerweile stammen fast 43 Prozent der Juli-Verkäufe aus dem Ausland, ein klares Signal für die Strategie des Managements, verstärkt in Europa und Südostasien Fuß zu fassen.

Heimatmarkt erholt sich langsam

In China bleibt die Lage angespannter. Anhaltender Preiskampf und auslaufende Kaufanreize drücken auf die Nachfrage, BYD selbst verkaufte im Heimatmarkt rund 9 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr. Das Minus fällt aber deutlich kleiner aus als im Juni, als der Inlandsabsatz noch um etwa 22 Prozent eingebrochen war. Als Grund für die Erholung gilt der auslaufende Produktionsengpass beim Umstieg auf die zweite Generation der Blade-Batterie mit Schnellladefunktion, der zuvor mehrere wichtige Modelle verzögert hatte.

Auf Jahressicht bleibt BYD zwar weiterhin unter dem Niveau von 2025. Von Januar bis Juli summierten sich die Verkäufe auf 2.227.722 Fahrzeuge, ein Rückgang von rund 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum Halbjahresende lag der Rückstand noch bei 15,7 Prozent — die Lücke schrumpft also Monat für Monat. Sollte sich das Exporttempo aus dem Juli fortsetzen und die Blade-Batterie-Produktion weiter hochlaufen, dürfte sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen.

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