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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: 35 Prozent Minus trotz Rekordtechnik

Trotz beeindruckender Ladegeschwindigkeit und hoher Reichweite des neuen SUV fällt die BYD-Aktie auf Jahrestief. Der RSI zeigt den Wert technisch überverkauft an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer Great Tang SUV mit Megawatt-Ladetechnik
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief gefallen
  • RSI signalisiert technische Überverkaufung
  • Internationale Expansion in Brasilien und Südkorea

Neun Minuten von zehn auf 97 Prozent Akkuladung — BYD präsentiert mit dem Great Tang SUV eine beeindruckende Ladegeschwindigkeit. An der Börse kommt das bislang nicht an.

Flaggschiff mit Megawatt-Ladetechnik

Der neue Great Tang SUV basiert auf einer 1.000-Volt-Architektur und trägt eine 130-kWh-Blade-Batterie der zweiten Generation. Die Reichweite beträgt nach dem chinesischen CLTC-Zyklus bis zu 950 Kilometer. Mit einem Megawatt-Schnelllader lädt das Fahrzeug in fünf Minuten genug Energie für 400 Kilometer nach.

Der Einstiegspreis liegt bei umgerechnet rund 33.500 Euro. Die Variante mit maximaler Reichweite kostet etwa 40.000 Euro. Um das Ladenetz für diese Fahrzeuge auszubauen, will BYD bis Ende 2026 auf 20.000 Schnellladestationen kommen — derzeit sind 6.682 Einheiten in 321 chinesischen Städten aktiv.

Kurs nahe Jahrestief, RSI im Keller

Das Produktmomentum spiegelt sich nicht im Aktienkurs wider. Das Papier schloss am Freitag bei 8,90 Euro — nur 0,85 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom 18. Juni. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 19 Prozent verloren, auf Jahressicht sogar 35 Prozent.

Der RSI liegt bei 25,6 und signalisiert damit überkauftes Territorium — nein, das Gegenteil: technisch überverkauft. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 10,92 Euro beträgt inzwischen fast 19 Prozent. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Der Druck kommt auch aus dem Heimatmarkt. In China erreichte der Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen an den Neuzulassungen im Mai 2026 einen Rekordwert von 62,9 Prozent. Der Wettbewerb ist entsprechend brutal.

Expansion nach Brasilien und Südkorea

International hält BYD Kurs. In Brasilien läuft die Batterieproduktion im Werk Camaçari an — Teil einer Investition von umgerechnet rund einer Milliarde US-Dollar. Bis Anfang 2027 soll der lokale Wertschöpfungsanteil auf 50 Prozent steigen.

Vom 26. Juni bis 5. Juli findet in Busan die Mobility Show statt. BYD will dort den Sealion 6 DM-i vorstellen, einen mittelgroßen SUV mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Der südkoreanische Markt ist für BYD strategisch wichtig — ebenso wie ein geplantes Produktionswerk in Europa, das auf veränderte Zollbedingungen reagieren soll.

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