BYD kämpft in Australien mit den Folgen eines peinlichen Lieferfehlers – und antwortet mit einer verdreifachten Entschädigung. Parallel dazu meldet der chinesische Autobauer Rekordexporte und schmiedet neue Technologiepartnerschaften. Die Aktie honoriert das mit einer spürbaren Erholung.
Verdreifachte Entschädigung in Australien
BYD Australia hat im Juli sein Kompensationsangebot für betroffene Kunden drastisch erhöht. Ursprünglich bot der Konzern 1.100 Dollar für Kunden, die versehentlich Fahrzeuge aus Baujahr 2025 statt der bestellten 2026er-Modelle erhalten hatten. Nach einer Prüfung der möglichen Wiederverkaufsverluste stockte BYD das Angebot auf 3.500 Dollar auf.
Der Fehler betraf beliebte Modelle wie den Atto 3 und den Sealion SUV. Laut Unternehmensangaben haben bereits rund 72 Prozent der Betroffenen die Barzahlung angenommen. Wer die Entschädigung ablehnt, kann stattdessen eine volle Rückerstattung oder ein identisches Ersatzfahrzeug verlangen. Für BYD dürfte die Angelegenheit am Ende mehrere Millionen Dollar an Ausgleichszahlungen und Verwaltungskosten kosten.
Aktie erholt sich, Exporte auf Rekordniveau
Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 9,84 Euro. Über die vergangenen 30 Tage hat das Papier fast 16 Prozent zugelegt – eine bemerkenswerte Gegenbewegung nach dem 52-Wochen-Tief von 8,03 Euro Ende Juni. Zum bisherigen Jahreshoch von 14,61 Euro aus dem Juli 2025 fehlen der Aktie aber weiterhin rund ein Drittel.
Gestützt wird die Erholung von den operativen Zahlen. Im Juni verkaufte BYD weltweit 403.472 Neuenergiefahrzeuge, ein Plus von 5,46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der eigentliche Wachstumstreiber liegt aber im Ausland: Die Exporte erreichten im Juni mit 175.349 Einheiten einen Rekordwert – fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahresmonat.
Neue Partnerschaften sollen internationale Kundenbindung stärken
BYD baut sein internationales Geschäft nicht nur über Stückzahlen aus, sondern auch über Technologie und Service. Am 22. Juli verkündete der Konzern eine exklusive Partnerschaft mit Xperi. Künftige BYD-Modelle sollen weltweit auf die Mediaplattform DTS AutoStage setzen – mit Hybrid-Radio und Video-Streaming für Europa, den asiatisch-pazifischen Raum, Lateinamerika sowie den Nahen Osten und Afrika.
Im gleichen Monat startete BYD zudem sein erstes offizielles Gebrauchtwagenprogramm für die Region Asien-Pazifik. Unter dem Namen „BYD Certified“ eröffnete der Konzern einen ersten Flagship-Standort in Malaysia. Das Programm umfasst eine 170-Punkte-Inspektion sowie eine Prüfung der Batteriegesundheit – ein Baustein, der den Wiederverkaufswert gebrauchter Elektrofahrzeuge stützen soll.
Für BYD hängen die drei Entwicklungen eng zusammen. Die Entschädigung in Australien soll das Vertrauen einzelner Kunden reparieren, während Xperi-Partnerschaft und Gebrauchtwagenprogramm das globale Markenversprechen insgesamt stärken sollen. Ob die Aktie ihre Erholung fortsetzt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich die Exportdynamik aus dem Juni in den kommenden Monaten bestätigt.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
