Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei BYD klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der neue Premium-SUV DaTang verzeichnet einen massiven Ansturm. Parallel dazu rutscht der Aktienkurs immer tiefer in den Keller.
Vor dem offiziellen Verkaufsstart sammelte das Modell bereits über 150.000 Vorbestellungen ein. Nun bestätigen Händlerdaten den Trend. In den ersten 72 Stunden nach Markteinführung wandelten Kunden schätzungsweise 90.000 Reservierungen in feste Käufe um. Das ist ein starkes Signal für die Dynasty-Modellreihe.
Die Börse honoriert diese Erfolge bislang nicht. Die BYD-Aktie schloss am Mittwoch bei 8,61 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 21,4 Prozent. Mit einem RSI-Wert von 25,4 gilt das Papier technisch als überverkauft. Investoren sorgen sich offenbar um die Margen im harten chinesischen Preiskampf.
Angriff auf das Premium-Segment
Mit dem DaTang testet BYD seine Preissetzungsmacht. Der siebensitzige SUV kostet in der Spitze knapp 310.000 Yuan. Dafür bietet der Konzern Reichweiten von maximal 950 Kilometern. Eine neue Hochvolt-Architektur bildet die technische Basis.
Ein zentrales Verkaufsargument ist die Ladegeschwindigkeit. Die hauseigene Schnellladetechnik füllt den Akku unter Idealbedingungen in neun Minuten fast vollständig. BYD baut dafür massiv Infrastruktur auf. Bis Ende 2026 sollen landesweit 20.000 eigene Ladestationen in Betrieb gehen.
Fokus auf die Auslieferungen
Hohe Reservierungszahlen allein treiben den Kurs nicht mehr. Der Markt wartet nun auf offizielle Auslieferungsdaten für den DaTang. Gelingt BYD ein reibungsloser Produktionshochlauf, stützt das die Profitabilität. Ein Erfolg des margenstarken Modells könnte den Abwärtstrend der Aktie stoppen.
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