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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: 137 Prozent Wachstum in Europa

Chinesischer E-Auto-Pionier überholt Tesla in Europa, während der Aktienkurs nahe dem Jahrestief notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 137 Prozent mehr Neuzulassungen im Mai
  • Marktanteil von 2,3 Prozent in Europa
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 24 Prozent
  • Geplanter Aufbau von 300 Schnellladepunkten

BYD wächst in Europa so schnell wie kaum ein anderer Autobauer. Trotzdem notiert die Aktie nahe ihrem Jahrestief. Dieser Widerspruch prägt das Bild des chinesischen Elektroautopioniers im Sommer 2026.

Europa-Offensive mit Schwung

Im Mai registrierte BYD rund 32.400 Fahrzeuge in der EU, der EFTA und dem Vereinigten Königreich. Das entspricht einem Anstieg von 137 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten fünf Monaten 2026 kamen so insgesamt 135.307 Einheiten zusammen.

Das Ergebnis reicht, um Tesla zu überholen. Mit einem Marktanteil von 2,3 Prozent liegt BYD im Zeitraum Januar bis Mai vor dem US-Rivalen, der auf 2,0 Prozent kommt. Chinesische Hersteller insgesamt halten inzwischen knapp 11 Prozent der Neuzulassungen in diesen Märkten.

Der Rückenwind kommt vom Gesamtmarkt. Elektroautos legten im Mai EU-weit um fast 43 Prozent zu und erreichten einen Anteil von über 21 Prozent an allen Neuzulassungen.

Aktie im freien Fall

Das operative Momentum spiegelt sich im Kurs nicht wider. BYD-Aktien schlossen am Freitag bei 8,29 Euro — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 8,08 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 24 Prozent verloren, auf Zwölfmonatssicht sogar 38 Prozent.

Der RSI liegt bei 20,6. Technisch gilt ein Wert unter 30 als überverkauft. Goldman Sachs hält dennoch an seiner Kaufempfehlung fest.

Ladeinfrastruktur als nächster Schritt

BYD beschränkt sich nicht auf den Fahrzeugverkauf. Im Vereinigten Königreich plant der Konzern, innerhalb von neun Monaten 300 Hochleistungsladepunkte unter dem Namen „Flash“ aufzubauen. Ladezeiten sollen dabei deutlich kürzer ausfallen als bei herkömmlichen Schnellladern.

Die Strategie ist klar: BYD will nicht nur Autos verkaufen, sondern ein vollständiges Ökosystem aufbauen. Ob das die Investoren überzeugt, wird sich spätestens dann zeigen, wenn die nächsten Absatzzahlen auf die anhaltend schwachen Kurssignale treffen.

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