Rekordverkäufe im Ausland und ein millionenschwerer Hypercar-Deal auf der Beijing Auto Show liefern beeindruckende Bilder. Die Realität im chinesischen Heimatmarkt sieht deutlich düsterer aus. BYD verzeichnet den längsten inländischen Absatzrückgang seiner Geschichte, während ein brutaler Preiskampf die Margen pulverisiert.
Preiskampf frisst Gewinne
Zum Jahresauftakt brach der Nettogewinn um 55 Prozent auf 4,08 Milliarden Yuan ein. Parallel dazu sank der Gesamtumsatz um zwölf Prozent.
Der Druck durch Konkurrenten wie Xiaomi und Geely zwingt den Autobauer zu immer aggressiveren Rabatten. Diese Preissenkungen erreichten im März einen vorläufigen Höhepunkt. Das zehrt massiv an der Marge pro verkauftem Fahrzeug.
Die schwache Profitabilität trifft auf eine handfeste Absatzkrise in China. Zuletzt fielen die inländischen Fahrzeugverkäufe um 15,5 Prozent. Es ist der achte monatliche Rückgang in Folge. Damit übertrifft die aktuelle Flaute den bisherigen Negativrekord aus dem Jahr 2019.
Flucht in den Export
Während der Heimatmarkt schwächelt, läuft der internationale Motor auf Hochtouren. Das Auslandsgeschäft erreichte im April mit über 134.000 verkauften Einheiten einen neuen Rekordwert. Das entspricht einem Sprung von rund 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Management setzt voll auf diese Karte. Für das laufende Jahr peilt der Konzern 1,5 Millionen Verkäufe außerhalb Chinas an. Um diese aggressive globale Expansion zu finanzieren, nimmt das Unternehmen massiv Kapital auf.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sprangen innerhalb eines Quartals um 72 Prozent nach oben. Ende März standen hier 66,3 Milliarden Yuan in den Büchern.
Luxusmodelle sollen Marge retten
Auf der Beijing Auto Show versuchte der Vorstand, technologische Stärke zu demonstrieren. Ein Käufer sicherte sich dort den exklusiven Yangwang U9 Xtreme für umgerechnet 2,76 Millionen US-Dollar. Es ist das teuerste Serienfahrzeug in der Unternehmensgeschichte.
Auch im Volumensegment gab es Lichtblicke. Das neue SUV-Modell Great Tang sammelte auf der Messe an einem einzigen Tag über 30.000 Vorbestellungen ein. Die verbaute Blade-Batterie soll Reichweiten von fast 1.000 Kilometern ermöglichen.
An der Börse überwiegt indes die Skepsis. Nach der Vorlage der Quartalszahlen gab die Aktie nach und schloss im außerbörslichen US-Handel bei 13,40 Dollar. Analysten kalkulieren bis 2028 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von zwölf Prozent. Diese Prognose stützt sich primär auf die Expansion in Europa und Lateinamerika sowie neue KI-Funktionen für die Mittelklasse.
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