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Broadcom Aktie: Zahlen-Doppelschlag!

Broadcom verlängert KI-Chip-Partnerschaft mit Meta bis 2029 und übertrifft Umsatzerwartungen. Das Halbleitergeschäft wächst um 52 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Langfristiger KI-Chip-Pakt mit Meta bis 2029
  • Umsatz und Gewinn je Aktie übertreffen Prognosen
  • Halbleitersegment verzeichnet 52-prozentiges Wachstum
  • Aktie legt nachbörslich um rund 3 Prozent zu

Meta und Broadcom verlängern ihre Partnerschaft — und das gleich bis 2029. Wer dachte, der Deal sei schon bekannt, hat die Dimension unterschätzt.

Multi-Gigawatt-Pakt mit Meta

Die beiden Konzerne haben ihre Zusammenarbeit bei KI-Chips deutlich ausgeweitet. Gemeinsam entwickeln sie mehrere Generationen des Meta Training and Inference Accelerator, kurz MTIA. Den Anfang macht eine Kapazität von über einem Gigawatt — als erster Schritt einer geplanten Multi-Gigawatt-Expansion.

Der technologische Kern: Die MTIA-Chips werden erstmals in einem 2-Nanometer-Fertigungsprozess hergestellt. Das wäre branchenweit ein Novum für KI-Recheneinheiten dieser Art. Broadcom liefert dazu Chipdesign, Packaging und Netzwerkkomponenten auf Basis seiner XPU-Plattform. Neben Google und Anthropic ist Meta nun ein weiterer Hyperscaler, der langfristig auf Broadcom setzt.

Quartalszahlen übertreffen Erwartungen

Zeitgleich mit dem Partnerschafts-Announcement legte Broadcom seine Zahlen für das erste Fiskalquartal 2026 vor. Das Ergebnis: Umsatz von 19,31 Milliarden Dollar — leicht über den erwarteten 19,20 Milliarden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,05 Dollar, die Schätzung war 2,02 Dollar.

Besonders stark: das Halbleitersegment wuchs um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12,52 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 73 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal erwartet das Management einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 68 Prozent.

Die Aktie reagierte mit einem Kursanstieg von rund 3 Prozent im nachbörslichen Handel. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verdoppelt — ein Plus von über 100 Prozent.

Hock Tan wechselt in Beraterfunktion

Parallel zur Partnerschaftsmeldung gab es eine personelle Veränderung. Broadcom-CEO Hock Tan tritt nicht mehr zur Wiederwahl in den Meta-Verwaltungsrat an. Seit 2024 war er dort Mitglied. Künftig berät er Meta in einer technischen Funktion zu dessen Silicon-Roadmap — ohne formales Mandat als Direktor.

Das ändert nichts an der strategischen Ausrichtung. Management und Investoren dürften das als geordneten Übergang werten.

Broadcom hat für KI-Chips bis 2027 einen Jahresumsatz von über 100 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die Fertigungskapazitäten bei TSMC sind bereits gesichert. Mit dem Google-TPU-Vertrag bis 2031 und dem nun verlängerten Meta-Pakt hat der Konzern seine wichtigsten Umsatzquellen auf Jahre festgezurrt.

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