Broadcom hat am Mittwoch ein neues Rekordhoch markiert. Der Rückenwind kommt aus einem einfachen, aber mächtigen Trend: Die Nachfrage nach KI-Hardware zieht weiter an, und die Fantasie rund um den Konzern wird dadurch eher größer als kleiner.
Der Kurs kletterte zeitweise um rund fünf Prozent auf 439,70 US-Dollar. Damit sprang die Marktkapitalisierung über 2,1 Billionen US-Dollar. In Euro notierte die Aktie zuletzt bei 370,70 Euro, nur knapp unter ihrem Höchststand vom 14. Mai.
Analysten drehen weiter nach oben
Den nächsten Schub lieferte Wells Fargo. Die Bank hob das Kursziel für Broadcom auf 545 US-Dollar von 430 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Begründung ist ein neues Modell für „pluggable gigawatt-driven“ Nachfrage. Demnach wächst der Bedarf an KI-bezogenen Halbleiterkomponenten derzeit um 30 bis 40 Prozent stärker als zuvor am Markt erwartet.
Auch Wolfe Research und Citi zogen nach und setzten ihre Kursziele auf jeweils 500 US-Dollar. Citi rechnet außerdem damit, dass der KI-Anteil am Gesamtumsatz von Broadcom bis zum Geschäftsjahr 2028 auf 81 Prozent steigt, nach 49 Prozent heute. Das ist eine klare Verschiebung im Geschäftsprofil.
KI-Aufträge treiben das Geschäft
Broadcom profitiert von seiner Rolle bei maßgeschneiderten KI-Beschleunigern und Netzwerktechnik für große Technologiekonzerne. Mit Google läuft die Belieferung von Tensor Processing Units bis 2031. Mit OpenAI gibt es einen Vertrag über 10 Gigawatt maßgeschneiderter KI-Beschleuniger ab 2026. Auch mit Anthropic arbeitet der Konzern an kundenspezifischen Chips, deren Start für 2027 vorgesehen ist.
Die Zahlen unterstreichen das Tempo. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte Broadcom 8,4 Milliarden US-Dollar KI-Umsatz, ein Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Quartal liegt die Erwartung bei 10,7 Milliarden US-Dollar.
Die Aktie ist damit auch charttechnisch stark unterwegs. Auf Sicht von 30 Tagen beträgt das Plus 15,05 Prozent, seit Jahresbeginn 24,96 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 24,66 Prozent. Der RSI von 57,7 signalisiert dabei keinen überhitzten Extrembereich.
Blick auf die Zahlen Anfang Juni
Am Anfang Juni legt Broadcom die Zahlen für das zweite Quartal vor. Am Markt werden ein Gewinn je Aktie von 2,32 US-Dollar und ein Umsatz von rund 22,06 Milliarden US-Dollar erwartet. Das würde einem Umsatzplus von etwa 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen.
Ganz risikofrei ist der Lauf nicht. Vor allem die Lieferkette rund um Auftragsfertiger wie TSMC bleibt ein Thema. Der grundsätzliche Ton an der Wall Street bleibt jedoch freundlich: 42 Analysten sehen die Aktie überwiegend positiv, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 469,94 US-Dollar.
Broadcom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Broadcom-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Broadcom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Broadcom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Broadcom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
