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Broadcom Aktie: TSMC beflügelt

Broadcom profitiert von TSMCs starkem Quartal und massiven Kapazitätsausbau. Das KI-Halbleitergeschäft verzeichnet ein Umsatzplus von 74 Prozent und treibt die Wachstumsprognosen an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • TSMC-Ergebnis beflügelt Broadcom-Aktie
  • KI-Halbleiterumsatz steigt um 74 Prozent
  • Massiver Ausbau der Chip-Produktionskapazitäten
  • Anleihenemission zur Schuldenrefinanzierung

Die Broadcom-Aktie legte am Donnerstag um 2,53 Prozent auf 351,71 Dollar zu. Auslöser war der beeindruckende Quartalsbericht von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC). Der weltgrößte Auftragsfertiger verzeichnete im vierten Quartal einen Umsatz von 33,7 Milliarden Dollar – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie kletterte sogar um 35 Prozent auf 3,14 Dollar.

Kapazitätsausbau als Wachstumstreiber

Besonders relevant für Broadcom: TSMC kündigte massive Investitionen in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten an. Das kommt zur rechten Zeit, denn Broadcom hat den taiwanischen Chipriesen in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Nvidia aufgefordert, die Fertigung hochzufahren. Der Grund: Broadcom lässt seine kundenspezifischen KI-Beschleuniger bei TSMC produzieren und kommt mit der Nachfrage kaum hinterher.

Die fortschrittlichsten 3-Nanometer-Chips machten bereits 28 Prozent des TSMC-Umsatzes aus. High-Performance-Computing steuerte 55 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Genau diese Bereiche sind für Broadcoms KI-Geschäft zentral.

KI-Halbleiter dominieren das Geschäft

Die Transformation zu einem KI-Konzern schreitet voran. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 erzielte Broadcom mit KI-Halbleitern 6,5 Milliarden Dollar Umsatz – ein Anstieg von 74 Prozent. Für das erste Quartal 2026 peilt das Management 8,2 Milliarden Dollar an, bei einem Gesamtumsatz von 19,1 Milliarden Dollar.

Analysten trauen Broadcom für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 51 Prozent zu. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 9,93 und 10,14 Dollar liegen. Das Geschäft mit maßgeschneiderten Chips für Hyperscaler wie Alphabet oder OpenAI treibt diese Dynamik.

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Schuldenrefinanzierung im Januar

Anfang Januar emittierte Broadcom Anleihen im Volumen von 4,5 Milliarden Dollar mit Laufzeiten bis 2056. Die Konsortialführer Bank of America Securities und J.P. Morgan platzierten die Tranchen am Markt. Der Erlös dient der Rückzahlung von etwa 4 Milliarden Dollar bestehender Verbindlichkeiten – sowohl von Broadcom selbst als auch der VMware-Tochter. Die Tilgungen sind zwischen dem 17. Januar und dem 6. Februar geplant.

Geopolitische Risiken bleiben präsent

Die Erholung am Donnerstag folgte auf einen 4,1-prozentigen Kursrutsch vom 14. Januar. Damals belasteten Berichte, wonach China den Import von Nvidias H200-Prozessoren blockiert. Da Broadcoms Konnektivitätschips Nvidia-Hardware in KI-Servern verbinden, könnte eine schwächere China-Nachfrage auch das eigene Netzwerkgeschäft treffen.

Mit einer Marktkapitalisierung von 1,7 Billionen Dollar notiert die Aktie aktuell beim 33-fachen der erwarteten Gewinne. Jefferies-Analyst Blayne Curtis zählt Broadcom neben Nvidia und Marvell Technology zu seinen Top-Halbleiter-Favoriten für 2026. Einige Analysten halten sogar eine Bewertung von 3 Billionen Dollar bis Jahresende für möglich – was einem Kursanstieg von 77 Prozent entspräche.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.