Broadcom hat gestern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Der Chipkonzern verdoppelte seinen KI-Umsatz binnen Jahresfrist und wagte eine Prognose, die selbst für die überhitzte Tech-Branche außergewöhnlich ist: Bis 2027 soll allein das Geschäft mit KI-Chips mehr als 100 Milliarden Dollar einbringen.
Zweistelliges Wachstum über alle Segmente
Das Unternehmen meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 19,31 Milliarden Dollar – ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,05 Dollar über der Analystenschätzung von 2,03 Dollar. Die EBITDA-Marge erreichte 68 Prozent.
Besonders bemerkenswert: Der Halbleiter-Bereich wuchs um 52 Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür war vor allem die explodierende Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Beschleunigern und KI-Netzwerklösungen.
KI-Umsatz verdoppelt sich
Der KI-Bereich erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 8,4 Milliarden Dollar – eine Steigerung um 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr und über der eigenen Prognose. CEO Hock Tan konkretisierte die Wachstumsperspektiven mit bemerkenswerter Präzision: Google werde 2026 ein Gigawatt an Tensor-Prozessoren für Anthropic ausrollen, 2027 sollen es über drei Gigawatt werden. OpenAI plane für 2027 den Einsatz von über einem Gigawatt seiner ersten maßgeschneiderten Chips.
Das Management hat nach eigenen Angaben Lieferverträge bis 2028 gesichert, um die stark steigende Nachfrage bedienen zu können. Neben Google, Meta und Anthropic zählt nun auch OpenAI zum Kundenkreis.
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Ausblick schlägt Konsens deutlich
Für das laufende zweite Quartal prognostiziert Broadcom einen Umsatz von 22 Milliarden Dollar – 47 Prozent über Vorjahr und deutlich über der Analystenschätzung von 20,4 Milliarden Dollar. Die bereinigte Gewinnmarge soll 68 Prozent erreichen, während der Konsens bei 66 Prozent lag.
Allein der KI-Halbleiter-Bereich soll im zweiten Quartal auf 10,7 Milliarden Dollar zulegen. Das Unternehmen kündigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar bis Ende 2026 an. Im ersten Quartal generierte Broadcom einen freien Cashflow von 8 Milliarden Dollar und schüttete 10,9 Milliarden Dollar an Aktionäre aus.
Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um 5 Prozent zu, nachdem sie seit ihrem Dezember-Rekord rund 23 Prozent verloren hatte. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,5 Billionen Dollar zählt Broadcom zu den sieben wertvollsten Unternehmen im S&P 500.
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