Broadcom und OpenAI bringen einen neuen KI-Chip auf den Markt. In nur neun Monaten entwickelten sie den „Jalapeño“. Der Chip zielt direkt auf das Monopol von Nvidia ab.
Der neue Prozessor ist speziell für die KI-Inferenz gedacht. Er verarbeitet also Live-Daten, um Antworten zu generieren. Erste Testmuster laufen bereits mit speziellen Anwendungen wie GPT-5.3-Codex-Spark. Broadcom baute den Chip zusammen mit dem Fertigungspartner Celestica. Ende 2026 startet die Massenauslieferung.
Milliarden-Ziele im KI-Geschäft
Das Management setzt sich ehrgeizige finanzielle Ziele. Bis Ende des Geschäftsjahres 2027 peilt Broadcom einen kumulierten KI-Umsatz von rund 100 Milliarden US-Dollar an. Zuvor verdoppelte der Konzern seine Einnahmen in diesem Segment bereits auf acht Milliarden Dollar.
Parallel dazu plant das Unternehmen einen massiven Ausbau. Innerhalb der nächsten 18 Monate will Broadcom Kapazitäten für über zehn Gigawatt an KI-Chips bereitstellen. Das hohe Entwicklungstempo unterstreicht die starke Position bei maßgeschneiderten Chips. Hier konkurriert Broadcom direkt mit Nvidias Blackwell-Architektur.
Sektor im Aufwind, Aktie im Leerlauf
Die Präsentation fällt in eine starke Phase für die gesamte Halbleiterbranche. Optimistische Prognosen von Micron und Qualcomm trieben den Sektor zuletzt an. Die Broadcom-Aktie reagiert darauf aktuell kaum. Im Gegenteil. Das Papier notiert bei 334,05 Euro und verbucht einen leichten Tagesverlust.
Seit dem Rekordhoch Anfang Juni hat der Kurs rund 22 Prozent eingebüßt. Dennoch behauptet sich die Aktie deutlich über der 200-Tage-Linie von 310,41 Euro.
Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 13 Prozent auf der Anzeigetafel. Am 30. Juni folgt der nächste konkrete Termin für Investoren. Dann schüttet Broadcom eine Dividende von 0,65 Euro je Aktie aus.
