Broadcom hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Zahlen geliefert, die kaum Raum für Kritik lassen. Der KI-Umsatz verdoppelte sich, die Prognose für das laufende Quartal übertrifft die Erwartungen der Wall Street deutlich – und CEO Hock Tan stellt für 2027 dreistellige Milliardenumsätze allein aus KI-Chips in Aussicht.
Rekordquartal mit KI als Wachstumsmotor
Am 4. März legte Broadcom Zahlen vor, die das Unternehmen klar als zentralen Profiteur des KI-Infrastrukturbooms ausweisen. Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 29 Prozent auf einen Rekordwert von 19,3 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA legte ebenfalls um 30 Prozent zu und erreichte 13,1 Milliarden Dollar – entsprechend 68 Prozent des Umsatzes.
Der entscheidende Treiber: Der KI-spezifische Umsatz wuchs um 106 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. CEO Hock Tan führte das auf „robuste Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Beschleunigern und KI-Netzwerktechnik“ zurück. Hinzu kommt ein freier Cashflow von 8,0 Milliarden Dollar – Geld, das Broadcom konsequent an die Aktionäre weitergab: 10,9 Milliarden Dollar flossen im Quartal in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen zurück. Der Verwaltungsrat genehmigte zudem ein neues Rückkaufprogramm über weitere 10 Milliarden Dollar.
Prognose und strategische Ambitionen
Für das zweite Quartal erwartet Broadcom einen Umsatz von 22 Milliarden Dollar – ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und deutlich über dem Analystenkonsens von 20,56 Milliarden Dollar. Allein auf KI-Netzwerkkomponenten sollen dabei 33 bis 40 Prozent des KI-Umsatzes entfallen.
Noch ambitionierter ist der mittelfristige Ausblick: Hock Tan erklärte auf der Analystenkonferenz, man habe „Sichtlinie auf KI-Umsätze aus Chips, allein aus Chips, von über 100 Milliarden Dollar im Jahr 2027″. Broadcom entwickelt kundenspezifische KI-Chips für fünf Großkunden, darunter Alphabet und Meta – und gab auf dem Earnings Call OpenAI als sechsten Kunden bekannt.
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Neue Produkte und gesicherte Lieferkette
Parallel zu den Quartalszahlen präsentierte Broadcom zwei strategisch relevante Produktschritte. Der neue Netzwerkchip Taurus BCM83640 ermöglicht optische Module mit 1,6-Terabit-Kapazität – doppelt so viel Datendurchsatz pro Verbindung wie bisherige Designs. Zudem arbeitet Broadcom mit JetCool, einem Unternehmen von Flex Ltd., an Flüssigkühltechnologie für KI-Chips der nächsten Generation.
Auf der Lieferkettenseite hat Broadcom nach eigenen Angaben die notwendigen HBM-Kapazitäten sowie Fertigungskapazitäten bei TSMC bis 2028 gesichert – ein klares Signal, dass das Unternehmen auf anhaltend hohe Nachfrage setzt.
Mit dem Taurus-Chip in der Kundenerprobung, einer gesicherten Produktion bis 2028 und einer Quartalsprognose, die den Konsens um rund 1,4 Milliarden Dollar übertrifft, setzt Broadcom seinen Wachstumskurs fort. Für 2027 plant das Unternehmen bereits den Tomahawk-7-Router, der die Leistung des vor neun Monaten eingeführten Tomahawk 6 verdoppeln soll.
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