Broadcom liefert gerade auf mehreren Fronten gleichzeitig. Kurz nach einem Rekordquartal mit 106 Prozent KI-Umsatzwachstum startet der Halbleiterkonzern seinen neuesten Netzwerkchip in die Serienproduktion — und der Ausblick auf das laufende Quartal übertrifft die Erwartungen der Analysten deutlich.
Tomahawk 6: Vom Prototyp zur Massenproduktion in Rekordzeit
Am 12. März 2026 begann Broadcom mit der Serienauslieferung des Tomahawk 6 — des nach eigenen Angaben weltweit ersten Switch-Chips seiner Klasse, der die Produktionsreife erreicht hat. Mit einer Schaltkapazität von 102,4 Terabit pro Sekunde verdoppelt er den Durchsatz seines Vorgängers Tomahawk 5. Bemerkenswert ist die Entwicklungsgeschwindigkeit: Vom ersten Testmuster bis zur Serienproduktion vergingen weniger als drei Quartale.
Der Chip ist speziell für KI-Rechenzentren ausgelegt. In sogenannten Scale-out-Netzwerken ermöglicht er den Aufbau von Clustern mit bis zu 128.000 Prozessoren über nur zwei Switch-Ebenen. Weniger Ebenen bedeuten geringere Latenz und weniger optische Komponenten — ein konkreter Kostenvorteil für Hyperscaler. Analyst Sameh Boujelbene von Dell’Oro Group beschreibt den Chip als „praktischen Weg, schnellere und effizientere XPU-Cluster zu bauen“.
Rekordquartal und aggressiver Ausblick
Die Produkteinführung fällt in eine Phase außergewöhnlicher finanzieller Stärke. Im ersten Geschäftsquartal erzielte Broadcom einen Umsatz von 19,31 Milliarden Dollar — leicht über den Analystenschätzungen. Der KI-Umsatz kletterte auf 8,4 Milliarden Dollar, ein Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der freie Cashflow belief sich auf 8,0 Milliarden Dollar.
Für das zweite Quartal prognostiziert CEO Hock Tan einen Umsatz von 22 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über der Konsensschätzung von 20,4 Milliarden Dollar. Der KI-Halbleiterumsatz soll auf 10,7 Milliarden Dollar steigen, wobei KI-Netzwerkkomponenten 33 bis 40 Prozent davon ausmachen sollen. Auf der Analystenkonferenz formulierte Tan ein weitreichendes Ziel: Allein aus Chip-Geschäften erwartet er bis 2027 einen KI-Umsatz von über 100 Milliarden Dollar.
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Wachsende Kundenbasis und Kapitalrückflüsse
Broadcom bedient mittlerweile sechs Hyperscaler mit maßgeschneiderten KI-Chips, darunter Alphabet, Meta und — neu hinzugekommen — OpenAI. Das KI-Labor Anthropic hat sich als besonders großer Abnehmer erwiesen: Insgesamt hat es Bestellungen über 21 Milliarden Dollar platziert, darunter ein Auftrag über 11 Milliarden Dollar, der bis Ende 2026 ausgeliefert werden soll.
Im ersten Quartal flossen 10,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück — 3,1 Milliarden als Dividende, 7,8 Milliarden über Aktienrückkäufe. Der Vorstand hat ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Dollar bis Ende 2026 genehmigt. Die nächste Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie wird am 31. März 2026 ausgezahlt.
Die Broadcom-Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unterhalb ihres Allzeithochs vom Dezember 2025 — trotz eines Kursgewinns von knapp 60 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten. Die nächsten Quartalszahlen werden am 4. Juni 2026 veröffentlicht.
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