Während das Geschäft mit KI-Chips bei Broadcom historische Höchststände erreicht, braut sich in Europa ein regulatorischer Konflikt zusammen. Kurz vor einer kritischen Frist am 31. März haben europäische Cloud-Anbieter eine formelle Kartellbeschwerde wegen der neuen VMware-Lizenzierungspraktiken eingereicht. Diese Auseinandersetzung bringt ein neues Risiko in die ansonsten intakte Wachstumsgeschichte des Halbleiterkonzerns.
EU-Beschwerde gegen VMware-Strategie
Der Branchenverband CISPE wirft Broadcom vor, nach der 69 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von VMware im November 2023 die Preise drastisch erhöht und Verträge zuungunsten der Kunden verändert zu haben. Konkret geht es um die Einstellung des bisherigen Partnerprogramms für Cloud-Dienstleister, das offiziell im Januar endete. Ab dem 31. März dürfen nur noch ausgewählte Anbieter VMware-Abonnements verkaufen.
Die Beschwerdeführer fordern die EU-Kommission auf, per einstweiliger Anordnung einzugreifen, bevor die verbleibenden Vereinbarungen auslaufen. Sie argumentieren, dass die neuen Bedingungen die Kosten in die Höhe treiben und die Flexibilität einschränken. Broadcom wies die Vorwürfe umgehend zurück und erklärte, die von großen Hyperscalern finanzierte Organisation stelle die Marktrealitäten falsch dar. Sollte die EU-Kommission die Beschwerde aufgreifen, drohen dem Konzern formelle Untersuchungen, mögliche Geldstrafen oder die Verpflichtung zur Vertragsanpassung.
KI-Geschäft als starkes Gegengewicht
Abseits der juristischen Auseinandersetzungen liefert das fundamentale Geschäft starke Argumente. Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Prozessoren für künstliche Intelligenz treibt die Umsätze des Unternehmens massiv an:
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- KI-Umsatz Januar-Quartal: 8,4 Milliarden US-Dollar
- Prognose April-Quartal: 10,7 Milliarden US-Dollar
- Zielvorgabe Geschäftsjahr 2027: 100 Milliarden US-Dollar
Gestützt wird dieses Wachstum durch strategische Partnerschaften, die Broadcom als ernstzunehmenden Konkurrenten für Nvidia positionieren. So entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit OpenAI neue KI-Hardware und Ethernet-Lösungen, deren Einsatz für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist. Hinzu kommen milliardenschwere Aufträge von Anthropic für Googles TPU-Prozessoren.
Blick auf die Kursentwicklung
An der Börse spiegelt sich aktuell eine gewisse Zurückhaltung wider. Mit einem Kurs von 269,70 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 9,08 Prozent und notiert damit knapp unter der 50-Tage-Linie. Analysten zeigen sich von dem regulatorischen Gegenwind in Europa bislang unbeeindruckt: Der Konsens von 29 Experten lautet auf „Strong Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 431,24 US-Dollar.
Als nächster kurzfristiger Impulsgeber fungiert nun der 31. März. An diesem Datum laufen die alten VMware-Partnerverträge endgültig aus, womit eine offizielle Reaktion der EU-Kommission auf die eingereichte Beschwerde in den Mittelpunkt rückt.
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