Der Chipriese Broadcom steht kurz vor einem historischen Meilenstein: Goldman Sachs sieht weiteres Kurspotenzial von 13 Prozent – und das, obwohl die Aktie bereits nahe ihrem Allzeithoch notiert. Was steckt hinter dem Optimismus der Analysten? Und warum verkauft CEO Hock Tan ausgerechnet jetzt Aktien im Wert von 34 Millionen Dollar?
Goldman Sachs hebt das Kursziel an
Die Investmentbank Goldman Sachs bekräftigte am Freitag ihre positive Einschätzung und schraubte das Kursziel auf 435 Dollar. Die Begründung: Broadcom spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau der KI-Infrastruktur der großen Tech-Konzerne. Besonders die maßgeschneiderten Chips und Netzwerklösungen für KI-Rechenzentren treiben das Wachstum.
Die Analysten erwarten, dass diese Positionierung im Geschäftsjahr 2026 zu einer deutlichen Umsatzbeschleunigung führen wird. Trotz der jüngsten Kursrally – die Aktie legte innerhalb einer Woche um mehr als elf Prozent zu – sei die Bewertung im Verhältnis zum erwarteten Wachstum attraktiv.
Google, OpenAI und die KI-Revolution
Was Broadcom von Wettbewerbern wie Nvidia unterscheidet: Das Unternehmen liefert nicht nur Standardlösungen, sondern entwickelt spezialisierte Chips für einzelne Hyperscaler. Der jüngste Launch von Googles Gemini 3 Pro zeigt die Bedeutung dieser Strategie: DieCustom-TPUs von Broadcom ermöglichen Googles KI-Systeme, mit Nvidias dominierenden GPUs zu konkurrieren.
Noch spektakulärer ist die kürzlich bekannt gewordene Partnerschaft mit OpenAI. Branchenkenner sprechen von einem massiven Deal über maßgeschneiderte Chips und Infrastruktur im Umfang von zehn Gigawatt. Zusammen mit bestehenden Verträgen bei Meta und Google zementiert dies Broadcoms Position als wichtigste Alternative zu Nvidia für Großkunden, die auf Custom-Silizium setzen.
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CEO verkauft – ein Warnsignal?
Doch es gibt auch Kratzer im ansonsten makellosen Bild: CEO Hock Tan trennte sich jüngst von rund 100.000 Aktien im Wert von etwa 34 Millionen Dollar. Zwar sind solche Transaktionen bei Führungskräften aus steuerlichen Gründen durchaus üblich, doch der Zeitpunkt – unmittelbar vor neuen Höchstständen – lässt aufhorchen.
Entscheidende Woche steht an
Am 11. Dezember legt Broadcom die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 vor. Analysten erwarten ein starkes Wachstum im KI-Geschäft, das sich bereits auf über zwölf Milliarden Dollar jährlich summiert. Besonders gespannt ist der Markt auf die Prognose für 2026 – hier dürften die neuen Großaufträge von OpenAI und Google erstmals eingepreist werden.
Aus technischer Sicht steht die Aktie an einer kritischen Marke: Bei 405 Dollar wartet ein Widerstand. Ein Durchbruch darüber könnte den Weg in Richtung 435 bis 450 Dollar ebnen. Rutscht der Kurs hingegen unter 375 Dollar, droht eine Konsolidierung.
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