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Symbolbild, KI-generiert

Broadcom Aktie: J.P. Morgan hebt auf 580 Dollar

Broadcom verzeichnet deutliche Kursverluste, doch die Analysten bleiben zuversichtlich. Das Unternehmen zeigt sich mit starken Quartalszahlen und Schuldenrückkäufen solide aufgestellt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wöchentlicher Kursrückgang von zehn Prozent
  • Analysten bestätigen weiterhin Kaufempfehlung
  • Unternehmen kauft eigene Anleihen zurück
  • Umsatzwachstum von 48 Prozent im Quartal

Broadcom hat eine schwierige Woche hinter sich. Der Kurs fiel auf 321,05 Euro — ein Wochenverlust von gut zehn Prozent. Was auffällt: Die Analysten ziehen nicht mit.

Wall Street bleibt konstruktiv

Laut einer Umfrage von S&P Global unter 48 Analysten trägt Broadcom weiterhin das Konsensurteil „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 523,73 Dollar. Kein einziger Analyst empfiehlt den Verkauf. 36 Experten votieren für „Strong Buy“, acht für „Buy“, vier für „Hold“.

J.P. Morgan hat das Kursziel am 17. Juni sogar auf 580 Dollar angehoben — von zuvor 500 Dollar. Das ist kein Zeichen von Nervosität.

Der Widerspruch ist offensichtlich. Der Kurs korrigiert deutlich, die Analystengemeinschaft bleibt gelassen. Der Markt zweifelt offenbar weniger an Broadcoms Wachstum als daran, wie viel davon bereits eingepreist war.

Schuldenmanagement im Hintergrund

Weniger beachtet, aber relevant: Broadcom hat diese Woche aktiv seine Kapitalstruktur angepasst. Das Unternehmen erhöhte das Volumen für Rückkäufe eigener Anleihen auf 3,0 Milliarden Dollar. Rund 5,5 Milliarden Dollar an Anleihen wurden von Gläubigern angedient, davon akzeptierte Broadcom knapp 2,9 Milliarden Dollar.

Die betroffenen Papiere laufen zwischen 2030 und 2038. Die erste Abwicklung war für den 18. Juni terminiert. Das Management nutzt die Phase also nicht nur für Wachstumsinvestitionen, sondern räumt parallel die Bilanz auf.

Starke Zahlen, hohe Erwartungen

Die Fundamentaldaten liefern keinen Grund zur Panik. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Broadcom einen Umsatz von 22,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow lag bei 10,3 Milliarden Dollar.

Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen rund 29,4 Milliarden Dollar Umsatz. Das wäre ein Anstieg von 84 Prozent im Jahresvergleich. Hinzu kommt eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie, zahlbar am 30. Juni.

Starke Zahlen also. Aber genau das ist das Problem: Wenn die Erwartungen schneller steigen als die Guidance, reicht selbst solides Wachstum nicht aus, um den Kurs zu stützen.

Technisches Bild: Zwischen zwei Durchschnitten

Charttechnisch hat sich die Lage eingetrübt. Broadcom notiert mit 321,05 Euro klar unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 354,29 Euro. Knapp darunter liegt der 100-Tage-Durchschnitt bei 318,76 Euro — der nächste kritische Halt. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 310,50 Euro bildet die letzte größere Unterstützungszone.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 429,60 Euro Anfang Juni ist die Aktie inzwischen mehr als 25 Prozent entfernt. Auf Jahressicht liegt sie dennoch rund 39 Prozent im Plus. Der RSI von 40,5 zeigt eine überverkaufte Tendenz, ohne den klassischen Extrembereich zu erreichen.

Hält der Kurs die Zone um den 100-Tage-Durchschnitt, könnte sich die Stimmung stabilisieren. Ein Rutsch unter den 200-Tage-Durchschnitt würde die Debatte über eine tiefere Neubewertung von KI-Halbleiterwerten neu entfachen — und das nach einer Woche, in der Broadcom bereits mehr als zehn Prozent verloren hat.

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