Broadcom musste an der Börse zuletzt Federn lassen und notiert aktuell unter seinem 52-Wochen-Hoch. Doch für Experten ist dieser Rücksetzer kein Warnsignal, sondern eine Einladung. Während der Kurs korrigiert, positionieren sich institutionelle Anleger neu und Analysten rufen extrem ambitionierte Kursziele aus. Ist der Halbleiter-Gigant aktuell drastisch unterbewertet?
J.P. Morgan sieht massive Chancen
Die Finanzmärkte reagieren auf eine neue Analyse von J.P. Morgan. Analyst Harlan Sur bestätigte sein „Buy“-Rating für das Halbleiterunternehmen und setzte ein Kursziel von 475 US-Dollar. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Der Haupttreiber dieser Zuversicht ist Broadcoms Dominanz bei kundenspezifischen Chips (ASICs). Sur verweist explizit auf die tiefe Partnerschaft mit Google. Er geht davon aus, dass Broadcom auch im Jahr 2027 noch einen Marktanteil von 95 Prozent bei Googles TPU-Prozessoren halten wird, angetrieben durch den kommenden 3nm ‚Sunfish‘ ASIC. Dieser technologische Vorsprung soll das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2026 auf gut 57 Prozent beschleunigen.
Institutionelle Anleger greifen zu
Während Privatanleger angesichts der jüngsten Volatilität oft zögern, nutzen große Adressen die Gelegenheit zum Einstieg. Neue Pflichtmitteilungen zeigen signifikante Käufe durch institutionelle Investoren:
- Waldron Private Wealth stockte die Position um fast 28 Prozent auf.
- Ninety One North America eröffnete eine komplett neue Position mit über 40.000 Aktien.
- Coatue Management wurde als beständiger Käufer über die letzten Quartale identifiziert.
Marktbeobachter werten diese Akkumulation als starken Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie des Unternehmens. Diese Käufe werden derzeit vom Markt stärker gewichtet als die jüngsten Insider-Verkäufe von Director Henry Samueli.
KI-Infrastruktur als Wachstumsmotor
Das fundamentale Fundament für den Optimismus bildet der ungebrochene Boom der KI-Infrastruktur. Prognosen von Counterpoint Research zufolge wird Broadcom bis 2027 rund 60 Prozent des Marktes für KI-Server-ASICs kontrollieren. Diese Dominanz ist nicht nur theoretisch, sondern durch konkrete Zahlen untermauert: CEO Hock Tan bezifferte den reinen KI-Auftragsbestand kürzlich auf rund 73 Milliarden US-Dollar.
Hier grenzt sich das Unternehmen deutlich von Konkurrenten wie Intel ab, die mit strukturellen Problemen kämpfen. Broadcom profitiert direkt von massiven Deals mit Tech-Giganten wie Meta und Google, was dem Aktienkurs eine fundamentale Absicherung verleiht.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Aktueller Kurs: 327,96 USD
- Veränderung (Heute): -0,66 %
- 52-Wochen-Hoch: 354,61 USD
- Performance 12 Monate: +70,10 %
- Kursziel J.P. Morgan: 475,00 USD
Nach dem Rutsch unter die Marke von 330 US-Dollar suchen Anleger nun nach einer Bodenbildung. Die Kombination aus prall gefüllten Auftragsbüchern und der hohen Überzeugung der Analysten könnte den Kurs kurzfristig stützen, sofern die technische Unterstützung hält.
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