Broadcom eilt an der Börse von Erfolg zu Erfolg und profitiert massiv vom globalen KI-Hype. Doch hinter den glänzenden Umsatzzahlen braut sich eine Mischung aus Skepsis und Gewinnmitnahmen zusammen. Während Analysten noch deutlich höhere Kurse sehen, trennt sich das Top-Management von großen Aktienpaketen – und das ausgerechnet in einer Phase, in der die Profitabilität unter Druck geraten könnte.
KI-Wachstum drückt auf die Marge
Der fundamentale Motor des Halbleiterkonzerns läuft auf Hochtouren. Im vierten Quartal kletterte der Umsatz auf 18 Milliarden Dollar, maßgeblich getrieben von einer Explosion im KI-Halbleitergeschäft. Dieser Bereich legte im Jahresvergleich um 74 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar zu und trug wesentlich zum Rekordjahresumsatz von 64 Milliarden Dollar bei.
Doch der Erfolg hat seinen Preis: Da KI-Hardware-Systeme in der Regel geringere Margen abwerfen als die klassische Software-Sparte des Konzerns, verschiebt sich der Produktmix zu Ungunsten der Profitabilität. Das Management warnte bereits vor einem möglichen Rückgang der Bruttomarge um etwa 100 Basispunkte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Investoren müssen abwägen, ob das rasante Umsatzwachstum diesen Effizienzverlust rechtfertigt.
Insider nutzen die Gunst der Stunde
Diese gemischten Aussichten scheinen auch die Führungsetage zum Handeln bewegt zu haben. CEO Hock Tan veräußerte Mitte Dezember 130.000 Anteile im Wert von rund 42,4 Millionen Dollar und reduzierte seine direkte Beteiligung damit um fast 18 Prozent.
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Dies ist kein Einzelfall: Insgesamt stießen Insider in den letzten 90 Tagen Aktien im Wert von über 195 Millionen Dollar ab. Zwar dienen solche Verkäufe oft der steuerlichen Planung oder Diversifizierung, doch das hohe Volumen in Kombination mit den Margen-Warnungen sorgt am Markt für Gesprächsstoff.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz dieser Warnsignale und des urlaubsbedingt extrem dünnen Handelsvolumens am vergangenen Freitag – es wurden nur 8,2 Millionen Aktien gehandelt, weit unter dem Durchschnitt von 30 Millionen – bleiben die Experten der Wall Street bullisch. Häuser wie JPMorgan und Benchmark schraubten ihre Kursziele auf bis zu 485 Dollar nach oben. Sie setzen darauf, dass Broadcoms dominante Position bei kundenspezifischen KI-Beschleunigern die kurzfristigen Margenprobleme überkompensieren wird.
Anleger blicken nun auf den kommenden Mittwoch, den 31. Dezember, an dem die nächste Dividende ausgezahlt wird. Entscheidend für die mittelfristige Richtung wird sein, ob die institutionellen Investoren nach der Weihnachtspause mit neuem Kapital zurückkehren, oder ob die massiven Insider-Verkäufe als vorlaufendes Signal für eine Konsolidierung gewertet werden müssen.
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