Broadcom rückt zum Wochenstart in den Fokus der Anleger. Während Analysten aufgrund des anhaltenden KI-Booms neue Kursziele ausrufen, treibt das Management die aggressive Restrukturierung der Tochter VMware in Europa voran. Kurz vor den anstehenden Quartalszahlen stellt sich die Frage: Kann der Chip-Gigant die hohen Erwartungen erfüllen und die jüngste Konsolidierung am Markt beenden?
Experten bleiben optimistisch
Die Stimmung unter den Marktbeobachtern ist trotz der schwächeren Performance seit Jahresanfang – die Aktie verlor rund 6 Prozent an Wert – überwiegend positiv. Am Montag bekräftigte Wolfe Research das Rating „Outperform“ und rief ein Kursziel von 400 USD aus. Andere Investmenthäuser zeigen sich noch zuversichtlicher: Wells Fargo sieht den fairen Wert bei 430 USD, während Mizuho das Ziel sogar auf 480 USD beziffert.
Der Konsens der Analysten deutet mit einem durchschnittlichen Kursziel von über 437 USD auf ein signifikantes Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau bei rund 326 USD hin. Als Haupttreiber gilt weiterhin die starke Positionierung im Bereich Künstliche Intelligenz. Experten rechnen damit, dass sich der KI-bezogene Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 8,2 Milliarden USD verdoppeln könnte.
Harter Kurs bei VMware
Operativ setzt Broadcom seinen strikten Umbaukurs nach der Übernahme von VMware fort. Berichten zufolge wird das Partnernetzwerk in Europa derzeit massiv verkleinert. Zahlreiche Cloud-Service-Provider verlieren ihren Status und können bestehende Verträge ab Januar 2026 nicht mehr verlängern; laufende Projekte müssen bis Ende März abgeschlossen sein. Diese Maßnahmen unterstreichen die Strategie des Konzerns, sich auf eine exklusive, kleinere Gruppe von Partnern für die VMware Cloud Foundation zu fokussieren.
Positive Nachrichten gab es hingegen von der juristischen Front: Ein Rechtsstreit mit Fidelity Investments bezüglich Softwarezugängen wurde Ende Januar beigelegt, womit eine potenzielle Unsicherheit vom Tisch ist.
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Gemischte Signale aus dem Markt
Ein Blick auf die Handelsströme offenbart unterschiedliche Bewertungen der aktuellen Lage. Institutionelle Investoren nutzten zuletzt die Kursschwäche zum Einstieg. So bauten Vermögensverwalter wie Scalar Gauge Management und Paragon Private Wealth ihre Positionen um über 20 Prozent aus.
Demgegenüber stehen Transaktionen aus der Führungsetage, die zur Vorsicht mahnen könnten. CEO Hock E. Tan und CFO Kirsten M. Spears nutzten den Dezember 2025 für Gewinnmitnahmen und veräußerten Aktienpakete. Solche Insiderverkäufe sind nach starken Kursanstiegen nicht ungewöhnlich, werden von Anlegern jedoch genau registriert.
Blick auf die Quartalszahlen
Für Investoren markiert der 4. März 2026 den nächsten entscheidenden Termin. Nach US-Börsenschluss wird Broadcom die Bücher für das erste Geschäftsquartal öffnen. Das Unternehmen selbst hat eine Umsatzprognose von 19,1 Milliarden USD ausgegeben. Das Erreichen dieses Ziels dürfte die notwendige Bestätigung für die optimistischen Kursziele der Analysten liefern.
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