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Broadcom Aktie: Erfolgsmeldung verpufft

Broadcom startet Auslieferung fortschrittlicher 2nm-Chips, doch die Aktie verliert deutlich. Sinkende Margen und Probleme in der Software-Sparte belasten die Bewertung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auslieferung neuer 2nm-SoC an Fujitsu gestartet
  • Aktie verliert trotz technischem Erfolg deutlich
  • EBITDA-Marge droht auf 67 Prozent zu sinken
  • Software-Sparte mit drohendem Marktanteilsverlust

Broadcom meldet einen wichtigen technologischen Meilenstein mit der Auslieferung neuer 2nm-Chips. Doch an der Börse sorgt das nicht für Feierlaune, im Gegenteil: Die Aktie steht aktuell unter Abgabedruck. Investoren sorgen sich weniger um die Innovationskraft, sondern vielmehr um sinkende Margen und wachsende Probleme in der teuer zugekauften Software-Sparte.

Technischer Fortschritt trifft auf Marktskepsis

Am heutigen Donnerstag, dem 26. Februar 2026, startete das Unternehmen die Auslieferung seiner ersten kundenspezifischen 2nm-System-on-Chips (SoC). Diese fortschrittliche Hardware basiert auf der proprietären 3.5D-XDSiP-Plattform und geht zunächst an Fujitsu für deren MONAKA-Initiative. Trotz dieses Ingenieurs-Erfolgs verliert das Papier im heutigen Handel gut 4 Prozent an Wert (aktueller Kurs: 270,20 Euro).

Der Markt ignoriert die technologische Führungsposition weitgehend und fokussiert sich auf das schwierige Umfeld. Ein breiter Abverkauf im Halbleitersektor, getrieben durch Debatten über die Nachhaltigkeit der weltweiten KI-Investitionen, belastet die Stimmung. Zudem drückt der veränderte Umsatzmix auf die Profitabilität: Der wachsende Anteil an KI-Chips (XPUs) geht mit geringeren Gewinnspannen einher. Operative Prognosen deuten darauf hin, dass die EBITDA-Marge im ersten Quartal 2026 auf 67 Prozent sinken könnte.

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Gegenwind durch Geopolitik und Software-Sparte

Neben dem Margendruck belasten geopolitische Faktoren das Geschäft. Das Verbot ausländischer Software in China bis Mitte 2026 und die im Januar eingeführten US-Zölle von 25 Prozent auf KI-Chip-Exporte schaffen spürbare Hürden.

Noch kritischer bewerten Marktbeobachter die Lage in der Virtualisierungs-Software-Sparte. Nach drastischen Preiserhöhungen formiert sich Widerstand bei den Kunden. Prognosen warnen davor, dass der Marktanteil in diesem Segment bis 2029 von 70 auf 40 Prozent einbrechen könnte. Zusätzlich drückt eine Klage der britischen Handelskette Tesco über 100 Millionen Pfund, die Anfang des Jahres eingereicht wurde, sowie die anhaltende regulatorische Beobachtung durch die EU auf den Kurs.

Trotz solidem Umsatzwachstum von knapp 24 Prozent und einer starken Free-Cash-Flow-Marge von 42,1 Prozent ist die Aktie mit einem KGV von 68 ambitioniert bewertet. Für die weitere Entwicklung ist nun entscheidend, ob die breitere Markteinführung der 2nm-Chips in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Margenverluste auffangen und der drohende Kundenschwund im Software-Segment gestoppt werden kann.

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