Der Halbleiter-Gigant Broadcom meldet Zahlen, die auf den ersten Blick nach purer Euphorie aussehen: Ein Auftragsrückstand von gigantischen 73 Milliarden Dollar, angeheizt durch den weltweiten KI-Rausch. Doch hinter der glänzenden Fassade zeigen sich Risse. Während die Umsätze explodieren, leidet die Profitabilität unter dem veränderten Produktmix – und ausgerechnet die Chefetage trennt sich von Aktienpaketen in Millionenhöhe.
Der 73-Milliarden-Dollar-Treiber
Marktteilnehmer analysieren derzeit Daten, die bestätigen, dass Broadcoms Rolle im KI-Sektor weit über bisherige Erwartungen hinauswächst. Berichte vom heutigen Sonntag beziffern den KI-bezogenen Auftragsbestand auf 73 Milliarden Dollar. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Netzwerkinfrastruktur: Allein für KI-Switches, insbesondere die Tomahawk-6-Serie, liegen Bestellungen im Wert von über 10 Milliarden Dollar vor.
Verantwortlich für diesen Ansturm sind die sogenannten Hyperscaler. Diese Tech-Giganten bauen derzeit KI-Cluster mit über 100.000 Rechenknoten auf, was extrem leistungsfähige Verbindungshardware erfordert. Die Konsequenz zeigt sich in den Umsatzerwartungen: Nachdem die KI-Erlöse im vierten Quartal bereits um 74 Prozent zulegten, wird für das laufende Quartal eine Verdopplung auf 8.2 Milliarden Dollar im Jahresvergleich prognostiziert.
Wachstum hat seinen Preis
Trotz dieser beeindruckenden Top-Line-Zahlen steht die Profitabilität unter Beobachtung. Der Umsatz kletterte zuletzt zwar um 28 Prozent, doch der massive Schwenk hin zu KI-Hardware verwässert die Margen. Da Hardware typischerweise geringere Gewinne abwirft als Broadcoms etabliertes Softwaregeschäft, rechnet das Unternehmen für das erste Quartal 2026 mit einem Rückgang der Bruttomarge um etwa 100 Basispunkte.
Diese strukturelle Verschiebung erklärt die Nervosität, die den Kurs zuletzt begleitete. Bei einem aktuellen Kurs von 347,62 USD und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 73 ist viel Zukunftsmusik eingepreist. Der Markt unterscheidet hier klar zwischen den stagnierenden Umsätzen außerhalb des KI-Bereichs und dem explosiven Wachstum der Netzwerksparte.
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Insider verkaufen, Analysten bleiben optimistisch
Ein weiterer Aspekt sorgt für Diskussionen: Während Analysten weiterhin fest an die Aktie glauben, haben hochrangige Insider Kasse gemacht. In den letzten sechs Monaten verkaufte CEO Hock E. Tan Aktien im Wert von fast 160,8 Millionen Dollar, Henry Samueli veräußerte Anteile für rund 252,9 Millionen Dollar.
Marktbeobachter interpretieren dies oft als normale Gewinnmitnahmen nach einer starken Rallye – die Aktie legte auf 12-Monats-Sicht um knapp 54 Prozent zu. Dieser Vorsicht der Insider steht der Optimismus der Wall Street gegenüber: 94 Prozent der Analysten stufen das Papier als Kauf ein, mit einem mittleren Kursziel im Bereich von 436 bis 450 Dollar.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, wie effizient Broadcom den 73-Milliarden-Dollar-Rückstau abarbeiten kann. Die Lücke zwischen dem aktuellen Kursniveau und den Kurszielen der Analysten deutet darauf hin, dass der Markt darauf setzt, dass das schiere Volumen der KI-Bestellungen den kurzfristigen Margendruck langfristig überkompensieren wird.
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