Broadcom trimmt seine Bilanz. Der Chipkonzern startet ein milliardenschweres Rückkaufprogramm für eigene Anleihen. Ziel: Zinskosten senken und die Kapitalstruktur optimieren.
Tender Offer über 2,5 Milliarden Dollar
Das Angebot richtet sich an Inhaber von Senior Notes mit Laufzeiten bis 2038. Die Frist läuft bis Mitte Juni 2026. Die finale Abwicklung der gekauften Papiere ist für die zweite Monatshälfte geplant.
Der Schritt kommt nicht überraschend. Nach einer Phase intensiver Akquisitionen und hoher Investitionen sortiert Broadcom jetzt die Bilanz. Vor allem das boomende KI-Infrastrukturgeschäft bindet Kapital.
Kurs im Rückwärtsgang
Die Aktie notiert aktuell bei 328,85 Euro. Das sind 1,1 Prozent weniger als am Vortag. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 7,6 Prozent. Ein gutes Stück unter dem Rekordhoch von 429,60 Euro. Anfang Juni erst hatte die Aktie diesen Wert erreicht.
Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von fast 49 Prozent. Die Grundstimmung bleibt intakt.
UBS bleibt bei „Buy“ und verweist auf Broadcoms Rolle bei KI-Infrastrukturdeals. Der Konzern baut kundenspezifische Chips und Hochgeschwindigkeits-Netzwerklösungen für die großen Cloud-Anbieter. Ein Milliardengeschäft.
Der Ausblick auf das dritte Quartal wird Anfang Herbst erwartet. Bis dahin richtet sich der Fokus auf die KI-Einnahmen. Broadcom peilt für das Geschäftsjahr 2027 einen KI-Umsatz von 100 Milliarden Dollar an. Ein ambitioniertes Ziel. Ob die Investitionen der Hyperscaler dieses Tempo stützen, ist die entscheidende Frage.
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