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Broadcom Aktie: 23 Prozent unter Juni-Rekordhoch

Broadcoms KI-Geschäft wächst rasant, doch die Aktie fällt. Grund ist eine unveränderte Umsatzprognose, die Anleger enttäuscht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt trotz starkem KI-Wachstum
  • Unveränderte Umsatzprognose enttäuscht
  • Schuldenrückkauf über 2,5 Milliarden Dollar
  • Analysten bleiben verhalten optimistisch

Der Chiphersteller Broadcom schließt die Handelswoche bei 330,50 Euro – ein Minus von knapp 1,9 Prozent binnen sieben Tagen. Der Aktienkurs liegt damit rund 23 Prozent unter dem Rekordhoch von 429,60 Euro, das erst Anfang Juni erreicht wurde. Eine Konsolidierungsphase nach den jüngsten Quartalszahlen belastet den Titel.

Dabei lieferte das Unternehmen starke Kennzahlen. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um fast 48 Prozent auf 22,19 Milliarden Dollar. Besonders das KI-Geschäft brummt: Die Erlöse mit KI-Chips legten um 143 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar zu.

Guidance enttäuscht die Erwartungen

Die entscheidende Frage ist eine andere. Warum fällt die Aktie trotz dieser Zahlen? Der Grund liegt im Ausblick. Die Umsatzprognose des Managements blieb nach dem Quartalsbericht unverändert – trotz der beeindruckenden Wachstumsraten. Marktteilnehmer hatten sich mehr erhofft.

Hinzu kommt: Die KI-Erlöse stammen bislang von einer überschaubaren Zahl großer Hyperscaler. Diese Konzentration birgt Risiken, sollte ein Großkunde seine Investitionen drosseln.

Das Unternehmen versucht parallel, seine Bilanz zu stärken. Broadcom kündigte ein Schuldenrückkaufangebot über 2,5 Milliarden Dollar an. Die Strategie bleibt klar: den Fokus auf das KI-Infrastrukturgeschäft legen.

Institutionelle Anleger uneins

Ein Blick auf die Eigentümerstruktur zeigt ein gemischtes Bild. Einige Fondsgesellschaften wie Xponance oder SmartHarvest haben ihre Broadcom-Positionen aufgestockt oder neu aufgebaut. Andere, darunter Lord Abbett und First Financial Bankshares, haben ihre Anteile reduziert.

Die technische Verfassung der Aktie bleibt angeschlagen. Der RSI liegt bei 41,3 – nahe der überverkauften Zone. Positiv: Der Kurs notiert noch über der 200-Tage-Linie bei 308,18 Euro.

Die Analysten zeigen sich verhalten optimistisch. Sie verweisen auf den starken freien Cashflow und die laufenden Partnerschaften zur Finanzierung von KI-Großprojekten. Entscheidend wird sein, ob Broadcom seine Wachstumsraten halten kann. Mit der nächsten Dividende Ende Juni richten sich die Blicke bereits auf die kommenden Quartalszahlen.

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