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Symbolbild, KI-generiert

Broadcom Aktie: 10,7 Milliarden Dollar KI-Umsatz im Q2

Broadcom festigt seine Position im Finanzsektor. Der Chip- und Softwarekonzern verlängert die Zusammenarbeit mit der London Stock Exchange Group (LSEG) um fünf Jahre. Im Zentrum steht der Ausbau der privaten Cloud-Infrastruktur des Börsenbetreibers.

Strategischer Sieg für die Software-Sparte

LSEG nutzt künftig verstärkt die Plattform VMware Cloud Foundation. Damit will der Finanzriese seine globale Infrastruktur sicherer und effizienter steuern. Für Broadcom ist dies ein wichtiger Erfolg nach der milliardenschweren Übernahme von VMware. Das Ziel: Hochregulierte Branchen langfristig an die eigene Software zu binden.

Strategiewechsel bei KI-Chips

Parallel dazu baut Broadcom seine Strategie im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) um. Marktbeobachter erkennen einen Trend hin zu margenstarken Spezialchips (ASICs). Zwar sinken dadurch die absoluten Umsatzschätzungen für einzelne Großprojekte auf rund acht Milliarden Dollar für 2026. Die Profitabilität dürfte jedoch deutlich steigen.

Dieser Kurswechsel weg von kompletten KI-Racks hin zu maßgeschneiderten Halbleitern ist ein bewusster Schritt. Broadcom-Chef Hock Tan rechnet für das zweite Quartal mit KI-Halbleiterumsätzen von 10,7 Milliarden Dollar. Bis 2027 soll der KI-Gesamtumsatz die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten.

Kursgewinne und Ausblick

Die Aktie notiert aktuell bei 358,20 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht das Papier ein Plus von fast 21 Prozent. Analysten von Wells Fargo hoben ihr Kursziel zuletzt auf 545 Dollar an. Sie sehen Broadcom als Marktführer bei KI-Netzwerken und Beschleunigern.

Im Juni veröffentlicht der Konzern seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal. Broadcom peilt einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar an. Das entspräche einem Wachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anleger achten dann besonders auf die Fortschritte bei der VMware-Integration.

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