Broadcom gehört derzeit zu den auffälligsten Gewinnern im Halbleitersektor. Der Konzern zieht mit kundenspezifischen KI-Chips mehr Aufmerksamkeit auf sich, während das Softwaregeschäft mit VMware für stabile Margen sorgt.
Der Kurs spiegelt das wider. In den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie um 12,56 Prozent zu und notiert mit 361,05 Euro nur noch knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 365,45 Euro.
Maßgeschneiderte Chips treiben das Geschäft
Der wichtigste Treiber ist das Geschäft mit speziellen KI-Beschleunigern. Statt auf Standard-GPUs setzen große Cloud-Anbieter immer öfter auf eigene Chips, weil sie damit Rechenlast, Stromverbrauch und Kosten besser steuern können.
Broadcom arbeitet dabei mit mehreren großen Kunden zusammen, darunter Alphabet, Meta und Anthropic. Genau dieses Geschäft könnte den Jahresumsatz im kommenden Geschäftsjahr in Richtung 100 Milliarden Dollar schieben. Das wäre ein großer Sprung für einen Konzern dieser Größe.
Parallel dazu profitiert Broadcom von seiner Netzwerktechnik. Wer große KI-Cluster aufbaut, braucht nicht nur Rechenchips, sondern auch schnelle Verbindungen zwischen den Systemen. Hier verkauft der Konzern seine 400G- und 800G-Switches.
VMware bringt mehr Marge
Auch VMware läuft weiter in die Richtung, die Broadcom vorgegeben hat. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der VMware-Umsatz laut Marktangaben um 13 Prozent. Der Wert der laufenden Verträge lag bei mehr als 9,2 Milliarden Dollar.
Wichtiger noch ist die Profitabilität. Die operative Marge der Infrastruktursoftware liegt inzwischen bei rund 77 Prozent, nach 67 Prozent im Vorjahr. Broadcom verlagert VMware-Kunden damit konsequent auf das Abonnementmodell der VMware Cloud Foundation. Das sorgt für planbarere Erlöse und stärkt den freien Cashflow.
Analysten bleiben klar positiv
Am Markt kommt das gut an. Für die Aktie liegt das durchschnittliche Kursziel bei rund 470 Dollar. Das entspricht vom aktuellen Niveau aus noch einem Potenzial von knapp 12 Prozent.
Von 43 beobachteten Empfehlungen liegen 36 im Bereich „Buy“ oder „Strong Buy“. Die Spanne der Kursziele bleibt trotzdem breit. Sie reicht von 360 bis 630 Dollar.
Am Dienstag gab die Aktie zwar um rund 2,1 Prozent nach und schloss nahe 419 Dollar. Der Rücksetzer ändert am freundlichen Gesamtbild aber wenig. Der Blick richtet sich nun auf den nächsten Quartalsbericht im Juni 2026. Dann dürfte sich zeigen, ob Broadcom seine EBITDA-Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt und ob die Nachfrage nach kundenspezifischer KI-Hardware weiter hoch bleibt.
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