Sechs Unternehmen in der US-Geschichte haben eine Marktkapitalisierung von zwei Billionen Dollar erreicht. Broadcom ist seit Mittwoch das neueste Mitglied dieses Clubs — und der Auslöser war eine gemeinsame Produktankündigung mit Google.
Google-TPU beflügelt Kurs auf Allzeithoch
Google stellte am 22. April seine achte Generation der Tensor Processing Units vor, die in enger Zusammenarbeit mit Broadcom entwickelt wurden. Die Aktie legte daraufhin rund fünf Prozent zu und schloss bei einem neuen Allzeithoch von 422,65 Dollar. Im europäischen Handel notiert das Papier aktuell bei 361,00 Euro — ebenfalls ein 52-Wochen-Hoch — und hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.
Mit der Produktvorstellung wurde auch eine Vertragsverlängerung bestätigt: Die langfristige Vereinbarung über die Entwicklung kundenspezifischer TPU-Designs und die Lieferung von Netzwerkkomponenten läuft nun bis 2031. Das gibt Broadcom Planungssicherheit im margenstarken Halbleitergeschäft für Jahre.
KI-Umsatzprognosen ziehen an
UBS hat die KI-Umsatzprognose für Broadcoms Geschäftsjahr 2027 auf rund 145,4 Milliarden Dollar angehoben. Treiber sind die anhaltend hohe Nachfrage nach kundenspezifischen Chips und Hochgeschwindigkeits-Netzwerkkomponenten von großen Hyperscalern. Broadcom steht damit in einer Reihe mit Apple, Microsoft, Nvidia, Alphabet und Amazon.
Allerdings gibt es Punkte, die Aufmerksamkeit verdienen. Insider verkauften im vergangenen Quartal rund 324.000 Aktien im Wert von etwa 106 Millionen Dollar. Ferner trägt das Unternehmen eine Schuldenlast von 66 Milliarden Dollar — ein Erbe der VMware-Übernahme.
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Software als zweites Standbein
Broadcom baut sein Softwaregeschäft gezielt aus. Mitte April führte das Unternehmen die VMware Tanzu Platform Agent Foundations ein, eine sichere Laufzeitumgebung für autonome KI-Anwendungen. Das Ziel: die Hardware-Dominanz im Rechenzentrum mit einem wachsenden Softwareportfolio zu verbinden.
Auf der Hauptversammlung am 20. April stimmten die Aktionäre für die Wiederwahl von acht Direktoren, darunter CEO Hock Tan und Chairman Henry Samueli. PricewaterhouseCoopers wurde als Abschlussprüfer für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Lediglich Direktor Harry L. You sah sich mit rund 955 Millionen Gegenstimmen konfrontiert — ein auffälliger Ausreißer bei einer sonst breiten Zustimmung.
Die nächste Bewährungsprobe liefern die Quartalszahlen: Broadcom berichtet turnusmäßig im Juni, und der Markt wird genau prüfen, ob die KI-Umsätze das Tempo halten, das UBS bereits eingepreist hat.
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