Broadcom gehört nun zum exklusiven Club der Zwei-Billionen-Dollar-Unternehmen. Die Aktie eilt von Rekord zu Rekord. Hinter den Kulissen wächst allerdings die Skepsis über die hohe Bewertung.
Milliardenverträge treiben den Kurs
Der Chipentwickler ist weltweit eines von nur sieben Unternehmen mit diesem Börsenwert. Am 22. April markierte die Aktie ein Allzeithoch bei 422,65 US-Dollar. Auf Jahressicht beläuft sich das Kursplus auf beachtliche 121 Prozent.
Treiber dieser Rally sind langfristige Verträge mit großen Cloud-Anbietern. Broadcom baut maßgeschneiderte Prozessoren für deren KI-Infrastruktur. Die Partnerschaft mit Google für spezielle KI-Chips läuft bis ins Jahr 2031.
Mitte April kam ein weiterer Meilenstein hinzu. Broadcom und Meta gaben eine strategische Allianz bis 2029 bekannt. Gemeinsam entwickeln sie einen neuen KI-Beschleuniger. Die anfängliche Kapazitätszusage übersteigt ein Gigawatt.
KI-Geschäft wächst rasant
Im abgelaufenen Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 29 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar. Die Verkäufe von KI-Halbleitern verdoppelten sich nahezu. Sie steuerten 8,4 Milliarden Dollar bei.
Die Strategie der engen Kundenbindung zahlt sich offensichtlich aus. Broadcom entwickelt sich zum bevorzugten Lieferanten für spezialisierte Hardware. Cloud-Giganten kaufen nicht nur fertige Chips. Sie entwerfen ihre Systeme direkt gemeinsam mit dem Konzern.
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Die Nachfrage beschleunigt sich weiter. Der Auftragsbestand im KI-Segment liegt bei gewaltigen 73 Milliarden Dollar. Konzernchef Hock Tan stellt für das Geschäftsjahr 2027 bereits KI-Umsätze von über 100 Milliarden Dollar in Aussicht.
Risse im Bewertungsfundament
Die rasante Kursentwicklung spaltet die Marktbeobachter. Ein klassisches Bewertungsmodell sieht den fairen Wert der Aktie bei rund 344 Dollar. Das entspricht einer Überbewertung von knapp 17 Prozent. Auch das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 80 deutet auf eine teure Aktie hin.
Kritiker warnen vor der hohen Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Ein Nachfragerückgang oder schwächere Geschäfte abseits der KI könnten die Margen belasten. Optimisten verweisen auf den Wettbewerbsvorteil. Broadcom liefert günstigere Spezialchips als Rivale Nvidia. Die Folge: Kunden nehmen dafür eine geringere Flexibilität in Kauf.
Blick auf die nächsten Zahlen
Im Juni präsentiert das Management die Ergebnisse für das zweite Quartal. Analysten erwarten einen Gesamtumsatz von etwa 22 Milliarden Dollar. Das KI-Geschäft soll rund 10,7 Milliarden Dollar dazu beitragen.
Die operative Marge lag zuletzt bei starken 68 Prozent. Broadcom muss dieses hohe Niveau halten. Nur wenn das Wachstum die enormen Erwartungen übertrifft, lässt sich der aktuelle Bewertungsaufschlag an der Börse rechtfertigen.
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