British American Tobacco hält an seinen Jahreszielen fest — allerdings nur knapp. Am Kapitalmarkttag in Winston-Salem bestätigte der Konzern, dass er 2026 das untere Ende seiner Wachstumsspannen erreichen dürfte. Die Aktie reagierte mit einem Rücksetzer von gut einem Prozent.
Konkret rechnet BAT für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent und einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns von 4 bis 6 Prozent — beides tendenziell am unteren Rand der jeweiligen Spanne.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt der Konzern immerhin die Mitte seiner Zielspanne von 5 bis 8 Prozent an. Belastend wirken laut Unternehmensangaben Währungseffekte von rund 2 bis 2,5 Prozent auf das Gewinnwachstum je Aktie.
Vapes und Oraltabak als Wachstumshebel
Strategisch setzt der Konzern hinter den Marken Lucky Strike und Camel verstärkt auf sogenannte New Category-Produkte — also Vapes und Oraltabak. Bis 2030 soll der Umsatz in diesem Segment im mittleren Zehnerprozentbereich wachsen, die Deckungsbeitragsmarge soll auf mindestens 30 Prozent steigen. Erreicht werden soll das über Premiumisierung, einen besseren Produktmix und Skaleneffekte.
CEO Tadeu Marroco und das Management nutzten den Kapitalmarkttag, um die sogenannten Horizon-2030-Ambitionen zu skizzieren. Der Konzern verwies dabei auf sein globales Markenportfolio, Vertriebsreichweite und regulatorische Expertise als Wettbewerbsvorteile in einer wachsenden globalen Nikotinindustrie.
Bei der Bilanz zeigt sich BAT ebenfalls auf Kurs: Bis Jahresende soll die Verschuldung wieder innerhalb der Zielspanne von 2,0 bis 2,5-facher Verschuldung liegen. Parallel dazu will der Konzern die Aktionäre weiterhin über Barrückflüsse am Erfolg beteiligen.
Der leichte Kursrücksetzer zeigt: Anleger nehmen die Bestätigung der Ziele am unteren Rand nicht als reine Formsache. Im Fokus bleibt, wie schnell sich die New-Category-Strategie tatsächlich in Umsatz und Marge niederschlägt.
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