Brent Crude beendet seine Talfahrt. Militärische Gewalt im Nahen Osten und schrumpfende US-Lagerbestände treiben den Preis nach oben. Der Markt reagiert damit auf eine neue Eskalationsstufe zwischen den USA und dem Iran.
Militärische Spannungen im Persischen Golf
Die Lage im Mittleren Osten spitzt sich massiv zu. Das US-Militär fing einen iranischen Angriff auf eigene Truppen ab. Parallel dazu griffen pro-iranische Milizen saudische Ölanlagen mit Drohnen an. Teheran lehnte zudem einen Vermittlungsvorschlag von Oman ab. Die Sorge vor blockierten Seewegen im Persischen Golf wächst.
US-Vorräte sinken stärker als erwartet
Neue Daten aus den Vereinigten Staaten stützen den Aufwärtstrend. Das American Petroleum Institute meldete schrumpfende Rohölvorräte. Der Rückgang liegt bei 3,3 Millionen Barrel für die vergangene Woche. Dieser Wert fiel deutlicher aus als vom Markt prognostiziert. Die Benzinbestände verzeichneten hingegen ein leichtes Plus von rund 918.000 Barrel.
OPEC+ erwägt Förderstopp
Die Allianz aus Saudi-Arabien und Russland plant offenbar eine Kurskorrektur. Insider berichten von einem möglichen Verzicht auf die geplante Fördererhöhung im Oktober. Diese Pause könnte drei Monate dauern. Das Bündnis reagiert damit auf die hohe Volatilität am Markt. Eine Entscheidung würde das globale Angebot im vierten Quartal verknappen.
Brent Crude notiert nach einem Wochenverlust von rund 11 Prozent bei 83,71 US-Dollar. Damit nähert sich der Preis wieder seinem 50-Tage-Durchschnitt bei 86,29 US-Dollar an. Händler warten nun auf die offiziellen Lagerdaten der Energy Information Administration im weiteren Tagesverlauf.
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