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Symbolbild, KI-generiert

Branicks Group Aktie: Conradi in Aufsichtsrat berufen

Johannes Conradi verstärkt Branicks und VIB im Aufsichtsrat, während das Rating auf CCC- steigt und die Aktie nahe dem Jahrestief bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Conradi zieht in zwei Aufsichtsräte ein
  • Hauptversammlung soll Bestellung bestätigen
  • S&P hebt Rating auf CCC-
  • Aktie nahe dem 52-Wochen-Tief

Die Branicks Group AG bekommt personelle Verstärkung im Kontrollgremium: Johannes Conradi wurde mit Wirkung zum 1. September in den Aufsichtsrat berufen, wie Reuters berichtete. Die Bestellung soll auf der Hauptversammlung am 9. Oktober bestätigt werden.

Parallel dazu wurde Conradi bereits zum 31. August auch in den Aufsichtsrat der VIB Vermögen AG berufen – ein Hinweis darauf, dass beide Gesellschaften ihre Gremien im Zuge der laufenden Restrukturierung enger verzahnen.

Die Personalie fällt in eine Phase, in der der Vorstand ebenfalls im Umbruch ist. Sonja Wärntges hatte Ende Juli angekündigt, den Vorsitz spätestens zum 31. Dezember niederzulegen. Anleger müssen sich also auf einen Führungswechsel an gleich zwei Fronten einstellen, während die Gesellschaft ihre Bilanz saniert.

Ratingpfad zeigt Erholung nach Ausfallmarke

Beim Emittentenrating zeichnet sich eine differenzierte Entwicklung ab. S&P Global Ratings hatte Branicks im August zunächst auf „SD“ herabgestuft – die Bewertung für einen selektiven Zahlungsausfall. Erst danach folgte die Anhebung auf „CCC-“, den S&P vor rund drei Wochen bekanntgab. Der Ausblick blieb dabei negativ.

Die Bewegung markiert damit keine durchgehende Verbesserung, sondern eine technische Heraufstufung von der Ausfallnote weg, nachdem die akute Zahlungsstörung durch die Restrukturierungsmaßnahmen offenbar überwunden wurde. Für Investoren bleibt die Bonität damit tief im spekulativen Bereich, mit fortbestehendem Abwärtsrisiko laut Ratingausblick.

Dieser Kontext ist wichtig, um die vorangegangenen Schritte einzuordnen: Die Gläubiger der 400-Millionen-Euro-Anleihe mit 2,250-Prozent-Kupon hatten vor gut drei Wochen einer Fälligkeitsverlängerung zugestimmt, und die Angebotsfrist für die Bridge Notes zur Umschuldung war am vergangenen Dienstag ausgelaufen. Die SD-Einstufung fiel in die Zeit dieser Verhandlungen und wurde erst nach deren Abschluss durch die Anhebung auf CCC- korrigiert.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse hat sich die Stabilisierung auf der Ratingseite bislang nicht niedergeschlagen. Die Aktie notiert aktuell bei 0,5540 Euro und verliert allein am heutigen Freitag 3,1 Prozent.

Seit der Bridge-Notes-Frist am Dienstag hat das Papier 10,6 Prozent eingebüßt, seit der Gläubigerabstimmung vor gut drei Wochen sogar 29,9 Prozent. Der Titel bewegt sich damit nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 0,5500 Euro, das er im laufenden Handel gestreift hat.

Die Kombination aus fortgesetztem Kursverfall und laufender Führungswechsel-Debatte zeigt: Die operative Restrukturierung schreitet formal voran, das Vertrauen der Anleger ist davon aber noch nicht zurückgewonnen.

Als nächster relevanter Termin steht die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal an, die zum Jahresende erwartet wird. Bis dahin dürfte der neue Aufsichtsrat samt der bevorstehenden Vorstandsnachfolge im Zentrum der Anlegeraufmerksamkeit stehen.

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