BrainChip hat am 14. Oktober die Entwicklung seiner Sequora Core IP für abgeschlossen erklärt und die kommerzielle Lizenzierung gestartet. Der Prozessor soll generative KI einschließlich großer Sprachmodelle mit bis zu 3 Milliarden Parametern direkt auf Endgeräten ausführen. Die Aktie legte am Freitag um 3,2% zu.
Kundengespräche ohne belastbare Umsatzprognose
Nach Angaben von BrainChip haben die Gespräche mit potenziellen Kunden für Sequora begonnen. Verlässliche Prognosen zu Lizenzeinnahmen, zur Verbreitung der Technologie oder zu den finanziellen Auswirkungen konnte das Unternehmen bei der Ankündigung jedoch noch nicht abgeben.
BrainChip beschreibt Sequora als Prozessor für generative KI am Rand des Netzwerks. Die dafür vorgesehene Software umfasst auch große Sprachmodelle, deren Berechnungen direkt auf den jeweiligen Geräten stattfinden sollen. Das Angebot richtet sich auf die kommerzielle Lizenzierung der Prozessor-IP.
Weiteres Produkt für Mikrocontroller-Geräte
Mit dem angekündigten AKD1500 SPI adressiert BrainChip außerdem Geräte, die auf Mikrocontrollern basieren. Der Koprozessor soll die neuromorphe KI-Technologie Akida unter anderem in tragbare Geräte und vernetzte Produkte für das Zuhause bringen. Nach Unternehmensangaben unterstützt er dabei das Lernen direkt auf dem Chip.
Während BrainChip Sequora ausdrücklich für generative Anwendungen einschließlich Sprachmodellen ausgelegt hat, beschreibt das Unternehmen den AKD1500 SPI als Ergänzung für mikrocontrollerbasierte Endgeräte. Bei dessen Ankündigung stellte BrainChip die Integration von Akida und die Lernfähigkeit auf dem Chip heraus.
Für die Veranstaltung Semiconductor Australia 2026 in Sydney war am Donnerstag zudem ein Vortrag von Sean Hehir im zweiten Veranstaltungsblock vorgesehen. BrainChip hatte die Veranstaltung sowohl als Präsenztermin als auch als online zugänglich angekündigt.
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