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BrainChip: AKD1500 mit 70.000 Units in Q3

BrainChip präsentiert Roadmap und hält Hauptversammlung. Abstimmung über Vergütungsbericht und neue Chip-Pläne stehen im Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hauptversammlung mit entscheidender Abstimmung
  • AKD1500-Chip mit 800 Milliarden Operationen
  • Kooperation mit Lockheed Martin Tochter
  • Umsatz bleibt hinter Kosten zurück

BrainChip steht vor einer der wichtigsten Wochen des Jahres. Am selben Tag präsentiert das australische Unternehmen seine Technologie-Roadmap für 2026 und hält seine Hauptversammlung ab — beides in Sydney, beides mit direktem Einfluss auf den Kurs.

Hauptversammlung mit heiklem Abstimmungspunkt

Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Abstimmung über den Vergütungsbericht 2025. Das ist kein Routinepunkt. Im Vorjahr lehnten die Aktionäre den Bericht ab — ein sogenannter „First Strike“ nach australischem Gesellschaftsrecht. Eine zweite Ablehnung würde automatisch eine Pflichtabstimmung über die Abberufung des gesamten Vorstands auslösen. Ferner steht die Wiederwahl von Direktor Peter Van Der Made zur Abstimmung.

Das Ergebnis dieser Abstimmung dürfte als Stimmungsbarometer für das Vertrauen in das Management gelten.

Technologie-Roadmap: Akida und neue Chips

Unmittelbar vor der Hauptversammlung präsentiert Chief Development Officer Jonathon Tapson die Technologie-Roadmap. Im Mittelpunkt steht der AKD1500-Chip. BrainChip plant, im dritten Quartal 2026 rund 70.000 Einheiten zu produzieren. Der Chip erreicht 800 Milliarden Operationen pro Sekunde bei einem Verbrauch unter 300 Milliwatt — konzipiert für Drohnen, Robotik und smarte Sensoren.

Parallel entwickelt das Unternehmen den AKD2500. Dafür sind rund 2,5 Millionen US-Dollar budgetiert. Der Chip soll die Akida-2.0-Architektur in einem 12-Nanometer-Prozess umsetzen. Prototypen sollen ebenfalls im dritten Quartal für Kundentests bereitstehen.

Lockheed-Martin-Kooperation stärkt Rüstungspipeline

Kurz vor der Hauptversammlung hat BrainChip eine strategische Zusammenarbeit mit ForwardEdge ASIC bekanntgegeben — einer Tochtergesellschaft von Lockheed Martin. Ziel ist es, neuromorphe KI-Prozessoren direkt in spezialisierte Chip-Architekturen für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungsanwendungen zu integrieren. Hinzu kommt der Launch einer Radar-Referenzplattform, die Mikro-Doppler-Signaturen nutzt, um etwa Drohnen von Vögeln zu unterscheiden.

Diese Partnerschaften erweitern die kommerzielle Reichweite spürbar. Das Kernproblem bleibt jedoch bestehen.

Finanzen: Umsatz wächst kaum, Verluste bleiben

Im ersten Quartal 2026 flossen BrainChip lediglich 0,7 Millionen US-Dollar von Kunden zu. Dem standen Auszahlungen von 4,3 Millionen US-Dollar für Personal und Lieferanten gegenüber. Die Aktie notiert in Frankfurt bei 0,10 Euro — rund 34 Prozent unter dem Niveau vor zwölf Monaten, aber immerhin gut 21 Prozent über dem Februar-Tief.

Das Versprechen von BrainChip lautet: Neuromorphe KI wird zur Schlüsseltechnologie für energieeffiziente Edge-Anwendungen. Die Roadmap-Präsentation am Montag ist die erste Gelegenheit in diesem Jahr, konkrete Belege dafür zu liefern — oder die Skepsis der Märkte zu vertiefen.

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