BP vollzieht einen strategischen Schwenk: Der britische Energiekonzern verkauft den Großteil seiner profitablen Schmierstoff-Sparte Castrol und sichert sich damit Milliarden für den Schuldenabbau. Zeitgleich steht mit Meg O’Neill eine neue Konzernchefin in den Startlöchern. Zwei zentrale Weichenstellungen zum Jahreswechsel – doch reicht das, um die Aktie aus der Deckung zu holen?
Castrol-Verkauf bringt 6 Milliarden
Der Kern der Transaktion: BP veräußert 65 Prozent seiner Castrol-Sparte an den Infrastruktur-Investor Stonepeak. Die Bewertung des gesamten Geschäftsbereichs liegt bei rund 10 Milliarden US-Dollar. Netto fließen BP etwa 6 Milliarden Dollar zu – Geld, das direkt in den Abbau der Nettoverschuldung fließen soll.
Die verbleibende Minderheitsbeteiligung von 35 Prozent sichert BP weiterhin Zugang zum margentstarken Schmierstoffmarkt. Gleichzeitig beschleunigt der Deal die vom Markt geforderte Portfoliostraffung. Die Frage dahinter: Verkauft BP aus strategischer Weitsicht oder aus der Not heraus?
Neuer CEO mit Öl-und-Gas-Hintergrund
Parallel zum Asset-Deal wechselt die Führungsspitze. Nach dem Abgang von Murray Auchincloss im Dezember 2025 übernimmt im April die Australierin Meg O’Neill das Ruder. Sie kommt von Woodside Energy und bringt ausgeprägte Upstream-Erfahrung mit – ein Signal an Investoren, die BP in den vergangenen Quartalen Zickzack-Kurs zwischen Renewables-Ambitionen und fossiler Realität vorgeworfen haben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?
Bis zu O’Neills Amtsantritt führt Carol Howle das Unternehmen interimistisch. Die Personalie deutet auf mögliche strategische Neuakzentuierung hin.
Schwieriges Umfeld für die Aktie
Zum Jahresende 2025 notierte die BP-Aktie an der Londoner Börse bei 432,80 Pence. Das Umfeld bleibt herausfordernd: Der Ölpreis tendiert in Richtung 60 Dollar je Barrel, belastet durch Überangebot und verhaltene Nachfrageprognosen.
Die Dividendenrendite von rund 5,7 Prozent wirkt zwar attraktiv, doch die Ausschüttungsquote steht auf dem Prüfstand, sollte der Ergebnisdruck anhalten. Die 6 Milliarden aus dem Castrol-Verkauf stärken kurzfristig die Bilanz und könnten die Dividende gegen tiefere Ölpreise absichern. Ob der Markt den Deal als clevere Wertrealisierung oder als Notverkauf eines Filetstücks wertet, zeigt sich in den kommenden Wochen. BP tritt 2026 mit reduziertem Ballast, aber auch mit offenen Fragen zur künftigen Ausrichtung an.
BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 2. Januar liefert die Antwort:
Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
