BP will die Verhandlungen mit der Gewerkschaft an seiner Raffinerie Whiting fortsetzen. Das Unternehmen erklärte gestern, Vertreter der Raffinerie hätten United Steelworkers Local 7-1 ein Treffen für die kommende Woche angeboten. Eine Bestätigung der Gewerkschaft habe BP nach eigenen Angaben noch nicht erhalten.
Nach Angaben des Unternehmens hatte BP bereits bei der Verhandlungsrunde am 26. Oktober überarbeitete Vertragsformulierungen vorgelegt. Das jüngste Gesprächsangebot richtet sich damit an dieselbe Gewerkschaft, mit der das Unternehmen über die Vertragsbedingungen verhandelt.
Neue Führung für das Downstream-Geschäft
Auch personell stehen Veränderungen an: Medienberichten zufolge ernannte BP am Mittwoch Emma Lewis zur Leiterin des Downstream-Geschäfts. Sie war zuvor in leitender Funktion im Chemiegeschäft von Shell tätig.
Lewis soll ihre Aufgabe am 4. Januar 2027 übernehmen. Bis dahin bleibt Richard Harding übergangsweise für den Bereich verantwortlich. Die Ernennung und der spätere Amtsantritt sind damit zeitlich getrennt; die Übergangsführung bleibt bis zum vorgesehenen Wechsel bestehen.
Ölpreisrückgang belastet das Umfeld
Für die Aktie bleibt zugleich die Entwicklung am Ölmarkt relevant. Reuters berichtete am Donnerstag, dass Brent auf einen Wochenverlust von 16% zusteuerte. Die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen hatten dem Bericht zufolge Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Krieg und zusätzliche Exporte aus dem Nahen Osten geweckt.
Bereits am Montag waren die Aktien von BP, Shell und Ithaca Energy Medienberichten zufolge mit den Ölpreisen gefallen. Als Hintergrund nannte der Bericht Hoffnungen auf Fortschritte bei einer diplomatischen Lösung mit Iran.
Vor gut einer Woche hatte BP bei der Veröffentlichung des Quartalsgewinns außerdem ein deutlich niedrigeres Ergebnis im Kundengeschäft für das Schlussquartal 2026 gegenüber dem Vorquartal signalisiert. Bei sinkender Marktvolatilität und Liquidität erwartet das Unternehmen auch ein schwächeres Handelsergebnis.
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