Der US-Iran-Waffenstillstand hat am Mittwoch die Energiemärkte auf den Kopf gestellt. Mit der angekündigten Wiedereröffnung der Straße von Hormuz fiel der Kriegsaufschlag aus den Ölpreisen heraus — und BP-Aktionäre spürten das unmittelbar.
Ölpreisschock zieht Energiesektor mit
Brent-Rohöl verlor mehr als 16 Prozent auf rund 91 Dollar je Barrel, nachdem Präsident Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand bestätigt hatte. Bedingung: Iran ermöglicht die vollständige und sofortige Wiedereröffnung der Meerenge. BP-Aktien gaben in der Folge um rund 7,8 Prozent nach — der europäische Öl- und Gassektor steuert auf seinen größten Tagesverlust seit April 2025 zu.
Analysten ordnen den Rückgang als makrogetriebene Neubewertung ein, nicht als unternehmensindividuelles Problem. Die Produktionsniveaus, die neu ausgerichtete Upstream-Strategie und die Bilanzentwicklung blieben unverändert, betonen Beobachter. Shore-Capital-Analyst James Hosie weist zudem darauf hin, dass Öl- und Gaspreise selbst bei einem dauerhaften Frieden nicht schnell auf das Vorkonfliktniveau zurückfallen dürften — die Normalisierung der Betriebsabläufe im Persischen Golf brauche Zeit.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?
Waffenstillstand mit Fragezeichen
Iran selbst bezeichnete den Waffenstillstand ausdrücklich als temporär. Gleichzeitig lagen am Dienstag noch 187 beladene Tanker mit insgesamt 172 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukten im Golf — ein Rückstau, der sich nicht über Nacht auflöst und die Volatilität an den Energiemärkten vorerst hochhalten dürfte.
Umbau läuft unabhängig vom Ölpreis
Parallel zum Kursrutsch setzt BP seinen Konzernumbau fort. Der Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen an die Klesch Group ist ein weiterer Schritt in einem Devestitionsprogramm, das bis 2027 insgesamt 20 Milliarden Dollar umfassen soll — davon sind bereits mehr als 11 Milliarden angekündigt oder abgeschlossen. Die Kostenziele sind ambitioniert: BP peilt bis 2027 strukturelle Einsparungen von 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar an, rund 30 Prozent der Kostenbasis von 2023.
Relevant für die Gewinnentwicklung: Jeder Dollar Rückgang beim Brent-Preis kostet BP rechnerisch rund 340 Millionen Dollar beim Vorsteuerergebnis. Mit den Q1-Zahlen, die für Ende April erwartet werden, wird sich zeigen, wie viel vom ölpreisgetriebenen Rückenwind der ersten Monate tatsächlich in den Büchern gelandet ist.
BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 8. April liefert die Antwort:
Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
