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Symbolbild, KI-generiert

BP Aktie: 3,8 Milliarden Quartalsgewinn im Ölboom

Der britische Ölkonzern profitiert von Versorgungsengpässen und stellt die Weichen für einen Schuldenabbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettogewinn steigt auf 3,8 Milliarden Dollar
  • Aktienrückkaufprogramm vorerst ausgesetzt
  • Fokus auf Reduzierung der Nettoverschuldung
  • Quartalsdividende von 8,32 US-Cent beschlossen

Die Straße von Hormus ist dicht, die globalen Ölmärkte stehen unter enormem Druck. Für den britischen Energiekonzern BP erweist sich diese geopolitische Anspannung als massiver Gewinntreiber. Im ersten Quartal 2026 verzeichnet das Unternehmen einen deutlichen operativen Sprung.

Der Umsatz kletterte auf 52,3 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich steht ein Nettogewinn von 3,8 Milliarden Dollar. Diese Zahlen spiegeln die extremen Versorgungsengpässe wider. Die Sperrung der wichtigsten maritimen Ölroute und der anhaltende Konflikt im Iran treiben die Margen der großen Produzenten in die Höhe. BP kann damit die steigenden operativen Kosten mehr als ausgleichen.

An der Börse honoriert man diese Entwicklung. Seit Jahresbeginn hat die BP-Aktie knapp 30 Prozent zugelegt. Aktuell pendelt das Papier bei 6,57 Euro und notiert damit nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 120 Milliarden Dollar.

Neuer Fokus auf die Bilanz

Trotz der vollen Kassen ändert die neue Vorstandschefin Meg O’Neill den strategischen Kurs. Das Management hat das laufende Aktienrückkaufprogramm zu Jahresbeginn ausgesetzt. Die Priorität liegt nun auf dem Schuldenabbau. Bis Ende 2027 soll die Nettoverschuldung auf maximal 18 Milliarden Dollar sinken. Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres stand das Unternehmen noch mit gut 22 Milliarden Dollar in der Kreide. Die eingesparten Mittel fließen direkt in die Bilanzstärkung.

Dividende und Tiefsee-Projekte

Aktionäre gehen bei den Ausschüttungen nicht leer aus. BP deklarierte eine Quartalsdividende von 8,32 US-Cent je Aktie. Die nächste Auszahlung erfolgt im Juni 2026. Parallel dazu treibt der Konzern seine Investitionen im Golf von Mexiko voran. Das milliardenschwere Kaskida-Projekt hat Anfang des Jahres die behördliche Genehmigung erhalten. Ab 2029 soll dort das erste Öl fließen.

Während das Upstream-Geschäft floriert, kämpft BP im Raffineriesektor mit operativen Hürden. Arbeitskämpfe an den größten US-Standorten im Mittleren Westen zwingen den Konzern, die Produktion mit Leiharbeitern aufrechtzuerhalten. Eine Einigung in diesem Tarifkonflikt ist bisher nicht in Sicht. Sollte der Streik andauern, drohen pünktlich zur anstehenden Reisesaison regionale Engpässe bei der Kraftstoffversorgung in den USA.

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