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Symbolbild, KI-generiert

BP Aktie: 10-Prozent-Sturz nach Chef-Rauswurf

BP entlässt Verwaltungsratschef Manifold nach nur acht Monaten. Geheimtreffen mit Investor und Führungsstil führen zum Rauswurf.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rauswurf des BP-Vorsitzenden Manifold
  • Geheimtreffen mit aktivistischem Investor
  • Aktienkurs bricht um zehn Prozent ein
  • Interimschef Tyler übernimmt Führung

BP kommt nicht zur Ruhe. Nach nur acht Monaten im Amt feuerte der Verwaltungsrat den Vorsitzenden Albert Manifold mit sofortiger Wirkung. Die Vorwürfe wiegen schwer und belasten den Aktienkurs des Energieriesen massiv.

Vorwurf der Geheimdiplomatie

Der Verwaltungsrat begründet die Entlassung mit ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Führung und des professionellen Verhaltens. Berichte über aggressives Auftreten und Mobbing gegenüber der Konzernleitung belasteten das interne Klima. Besonders kritisch bewertet das Gremium ein geheimes Treffen zwischen Manifold und dem aktivistischen Investor Elliott Management. Dieser hält mehr als fünf Prozent der Anteile. Manifold informierte seine Kollegen nicht vorab über dieses Gespräch.

Streit um Privilegien

Der geschasste Chairman wehrt sich öffentlich gegen die Darstellung. Er bezeichnet die Vorwürfe als Lügen. Zwar räumt er einen fordernden Führungsstil ein, betont jedoch, nie offizielle Beschwerden erhalten zu haben. Manifold sieht den Grund für seinen Rauswurf in seinem harten Sparkurs. Er wollte Privilegien wie Chauffeur-Dienste, Privatjets und teure Tickets für Sportevents streichen. Ein Rechtsstreit droht, da er bereits die Kanzlei Mishcon de Reya eingeschaltet hat.

Kurs unter Druck

Die Börse reagierte nervös auf die personelle Instabilität. Die BP-Aktie verlor in der Spitze fast zehn Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 5,95 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 6,47 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen verbuchte der Titel ein Minus von über zehn Prozent.

Ian Tyler übernimmt interimsweise den Vorsitz im Verwaltungsrat. Gemeinsam mit CEO Meg O’Neill will er die Strategie stabilisieren. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Öl- und Gasgeschäft sowie strikter Effizienz. Bis 2027 plant der Konzern Kostensenkungen zwischen 6,5 und 7,5 Milliarden US-Dollar. Die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger hat bereits begonnen.

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