Bougainville Copper hat grünes Licht für Lloyds Metals gegeben, die Machbarkeitsstudie zur Panguna-Mine voranzutreiben. Die Freigabe fällt in eine Woche, in der der Kupferpreis an der Comex ein frisches Rekordhoch von 6,7140 US-Dollar je Pfund erreichte – ein Umfeld, das die Wiederbelebung der stillgelegten Lagerstätte wirtschaftlich attraktiver macht als noch vor Monaten.
Panguna gilt mit geschätzten 5,3 Millionen Tonnen Kupfer und 19,3 Millionen Unzen Gold als eine der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Lagerstätten der Welt, ihr Gesamtwert wird auf rund 160 Milliarden US-Dollar taxiert.
Die Mine war zwischen 1972 und 1989 die größte offene Kupfer-Gold-Grube weltweit, bevor ein Bürgerkrieg die Förderung beendete. Seither ruht das Projekt – die nun angestoßene Feasibility-Arbeit mit Lloyds Metals ist der bislang konkreteste Schritt, das Vorkommen wieder in Produktion zu bringen.
Politischer Rückenwind aus Buka
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Bougainvilles Präsident Ishmael Toroama hat ein neues, 14-köpfiges Exekutivkabinett ernannt, dem unter anderem Vizepräsident Ezekiel Masatt mit Zuständigkeit für Justiz und die Unabhängigkeitsmission angehört.
Toroama gab als Ziel aus, die autonome Region bis 2027 unabhängigkeitsbereit zu machen, und kündigte eine sechsmonatige Leistungsüberprüfung für alle Minister an – bei Nichterfüllung drohe die Entlassung.
Bergbau- und Finanzministerien sind Teil des neuen Kabinetts, was die Priorität unterstreicht, die Ressourcenprojekte wie Panguna für die wirtschaftliche Tragfähigkeit einer künftigen Unabhängigkeit spielen sollen. Bougainville hatte sich 2019 in einem Referendum mit 97,7 Prozent für die Unabhängigkeit ausgesprochen.
Auch abseits der Regierung wächst das Interesse an der Region: Numa Numa Resources positioniert sich als Unterstützer der Ressourcenentwicklung in Bougainville und investiert nach eigenen Angaben in Infrastruktur, etwa eine Ost-West-Straßenverbindung, während man mit lokalen Landbesitzern zusammenarbeitet.
Kupfermarkt liefert Rückenwind, Aktie bleibt unter Druck
Das globale Kupferangebot steht derzeit unter Stress: Die Lagerbestände an der London Metal Exchange sind seit Ende Juli um 14 Prozent auf 214.550 Tonnen gefallen, die Cash-Prämie gegenüber dem Dreimonatskontrakt kletterte auf 207,50 US-Dollar je Tonne – der breiteste Aufschlag des Jahres.
Chile hat seine Produktionsprognose gesenkt, ein Schmelzwerk in Gresik steht seit dem 8. August still. Für ein Unternehmen mit einer Lagerstätte von der Größenordnung Pangunas ist ein derart angespanntes Angebot grundsätzlich ein positives Signal.
An der Börse zeigt sich davon bislang wenig. Das Papier von Bougainville Copper schloss gestern bei 0,0978 Euro, ein Plus von 3,4 Prozent auf Tagesbasis, das den Kursverlust der vergangenen Woche von 26 Prozent kaum ausgleicht.
Auf Monatssicht steht ein Minus von 32 Prozent zu Buche, der Relative-Stärke-Index von 27 signalisiert eine überverkaufte Aktie. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 85 Millionen Euro – ein Bruchteil dessen, was allein der geschätzte Bodenschatzwert Pangunas nahelegt.
Die Diskrepanz zwischen Kupfer-Rekordpreisen, dem eingeleiteten Feasibility-Prozess mit Lloyds Metals und dem Kursverfall der vergangenen Wochen macht deutlich: Anleger bewerten das politische und regulatorische Risiko in Bougainville derzeit schwerer als das geologische Potenzial.
Ob die neue Regierung unter Toroama und der Fortschritt bei Lloyds Metals das Vertrauen zurückgewinnen können, dürfte sich erst über die kommenden Monate zeigen, wenn erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen.
Bougainville Copper-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bougainville Copper-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:
Die neusten Bougainville Copper-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bougainville Copper-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bougainville Copper: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
