Die autonome Regierung von Bougainville zieht einen radikalen Schlussstrich. Bougainville Copper verliert die Explorationslizenz für die riesige Panguna-Mine. Die Entscheidung trifft den ehemaligen Betreiber hart und schickt den Aktienkurs auf Talfahrt.
Neue Partner für Panguna
Die Regionalregierung vergibt die Rechte neu. Eine auf 25 Jahre befristete Lizenz geht an die staatlich kontrollierte Bougainville Minerals Ltd. Dieses Konsortium aus Regierung und lokalen Landbesitzern übernimmt nun die Führung. Als Partner für die Machbarkeitsstudien steht das indische Unternehmen Lloyds Metals fest.
Es geht um enorme Werte. Die Panguna-Mine birgt schätzungsweise 5,3 Millionen Tonnen Kupfer. Dazu kommen rund 19,3 Millionen Unzen Gold. Damit zählt das Projekt zu den weltweit größten unerschlossenen Vorkommen.
Management prüft Klage
Bougainville Copper prüft derweil juristische Schritte gegen den Lizenzentzug. Das Management bewertet aktuell die massiven Auswirkungen auf die Bilanz. Da die Mine bereits seit 1988 stillsteht, hängt der gesamte Unternehmenswert fast ausschließlich an diesen Konzessionsfragen.
An der Börse reagieren Investoren panisch. Die Aktie stürzte innerhalb von sieben Tagen massiv ab. Aktuelle Marktdaten verdeutlichen die extreme Unsicherheit:
- Schlusskurs (Montag): 0,13 Euro
- Wochenverlust: 54,66 Prozent
- 14-Tage-RSI: 22,3 (technisch überverkauft)
- 30-Tage-Volatilität: 184,45 Prozent
Weg zur Unabhängigkeit
Die operative Krise fällt in eine politisch brisante Phase. Führende Politiker verabschiedeten kürzlich einen klaren Fahrplan für die Unabhängigkeit Bougainvilles. Bis Anfang September 2027 strebt die Region die vollständige Selbstverwaltung an.
Die endgültige Loslösung von Papua-Neuguinea ist für die Jahre 2030 bis 2032 geplant. Präsident Ishmael Toroama fordert die absolute Souveränität über alle natürlichen Ressourcen. Eine Rückkehr von Bougainville Copper als primärer Betreiber rückt unter diesen politischen Vorzeichen in weite Ferne.
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