Boston Scientific liefert ein starkes erstes Quartal ab, dämpft aber die Erwartungen für das Gesamtjahr. Während der Umsatz zweistellig wächst, korrigiert das Management die Prognosen nach unten.
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 11,6 Prozent auf 5,203 Milliarden US-Dollar. Organisch betrug das Plus 9,4 Prozent. Besonders die Kardiologie-Sparte trieb das Wachstum mit einem Erlös von 3,5 Milliarden US-Dollar voran.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,80 US-Dollar leicht über den Erwartungen der Analysten. Indes blickt der Vorstand vorsichtiger auf die kommenden Monate und senkte die Gewinnziele.
Die neue Spanne für das bereinigte Ergebnis liegt bei 3,34 bis 3,41 US-Dollar je Aktie. Zuvor lag das Ziel bei bis zu 3,49 US-Dollar. Parallel dazu rudert das Unternehmen beim Umsatzwachstum zurück. Erwartet wird nun ein Plus zwischen 7,0 und 8,5 Prozent.
Um das Vertrauen der Anleger zu stützen, weitet Boston Scientific sein Aktienrückkaufprogramm massiv aus. Das Volumen wurde offiziell um 4 Milliarden auf insgesamt 5 Milliarden US-Dollar aufgestockt.
Die Maßnahme erfolgt in einer schwierigen Phase für das Papier. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 36 Prozent an Wert verloren und markierte zuletzt bei 51,74 Euro ein neues Jahrestief.
Analysten reagierten dennoch gelassen auf die neuen Zahlen. Barclays und Jefferies halten an ihren Kaufempfehlungen fest und sehen das Kursziel bei 100 US-Dollar. Positiv bewerteten Marktbeobachter zudem Fortschritte in der klinischen Pipeline, etwa bei den Studien CHAMPION-AF und ADVENT.
Für das zweite Quartal rechnet Boston Scientific mit einem bereinigten Gewinn zwischen 0,82 und 0,84 US-Dollar je Aktie. Damit liegt der Fokus nun auf der operativen Umsetzung der reduzierten Jahresziele.
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