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Boston Scientific Aktie: Wachstumssorgen belasten

Trotz starker Jahreszahlen für 2025 sorgt ein moderater Ausblick und eine Verlangsamung im Kerngeschäft Elektrophysiologie für negative Börsenreaktionen und juristische Nachforschungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starkes Jahreswachstum, aber enttäuschende Quartalsdynamik
  • Wachstum in der Elektrophysiologie verlangsamt sich deutlich
  • Mehrere Anwaltskanzleien leiten Untersuchungen ein
  • Vorsichtiger Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

Boston Scientific hat solide Jahreszahlen für 2025 vorgelegt, doch die Reaktion an der Börse fiel negativ aus. Besonders die Wachstumsabschwächung in der wichtigen Elektrophysiologie-Sparte und ein moderater Ausblick für 2026 sorgen für Verunsicherung bei den Anlegern. Während der Gesamtumsatz zweistellig zulegte, blieb die Dynamik in Kernbereichen hinter den hohen Erwartungen zurück.

Hier sind die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Quartalsumsatz (Q4): 5,286 Mrd. USD (+15,9 %)
  • Bereinigter Gewinn je Aktie (Q4): 0,80 USD
  • Jahresumsatz 2025: 20,074 Mrd. USD (+19,9 %)
  • Wachstum Elektrophysiologie (Q4): ca. 37 %
  • Ausblick Umsatzwachstum 2026: 10,5 % bis 11,5 %

Fokus auf Elektrophysiologie

Obwohl der Bereich Elektrophysiologie im vierten Quartal einen Umsatz von 890 Millionen USD erzielte, reagierten Marktbeobachter skeptisch. Das Plus von 37 % im Vergleich zum Vorjahr markiert eine Verlangsamung gegenüber den vorangegangenen Quartalen. Da Technologien wie die gepulste Feldablation (PFA) bisher als primäre Wachstumstreiber galten, werten Investoren dieses Nachlassen als Warnsignal.

Zusätzlich belasten juristische Nachspiele die Stimmung. Infolge des Kursrückgangs nach der Veröffentlichung haben mehrere Anwaltskanzleien Untersuchungen eingeleitet. Dabei wird geprüft, ob das Unternehmen gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat. Solche Verfahren sind nach deutlichen Kursverlusten in den USA zwar nicht unüblich, sorgen aber für zusätzliche Unsicherheit im Marktumfeld.

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Konsolidierung im Jahr 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management vorsichtiger. Das erwartete organische Umsatzwachstum soll zwischen 10 % und 11 % liegen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Unternehmen eine Spanne von 3,43 bis 3,49 USD an. Dies deutet darauf hin, dass die extremen Wachstumsraten des Vorjahres vorerst nicht gehalten werden können.

Kann die Expansion in neue Bereiche die Abschwächung im Kerngeschäft kompensieren? Boston Scientific setzt hierfür verstärkt auf Zukäufe. Die geplante Übernahme von Nalu Medical soll die Sparte für chronisches Schmerzmanagement stärken. Das Management erwartet durch diese Integration für das Segment Neuromodulation ein Wachstum von über 25 % im Jahr 2026.

Die Übernahme von Nalu Medical wird voraussichtlich ab 2027 einen positiven Beitrag zum bereinigten Gewinn je Aktie leisten. Anleger werden in den kommenden Quartalsberichten vor allem darauf achten, ob die Integration wie geplant verläuft und ob sich das Wachstum in der Elektrophysiologie auf dem jetzigen Niveau stabilisieren kann.

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