Borr Drilling hat gestern und heute die Übernahme von fünf Premium-Bohranlagen der Noble Corporation für insgesamt 360 Millionen US-Dollar finalisiert. Durch diesen strategischen Schritt wächst die Flotte des Unternehmens auf 29 Einheiten an. Während Borr damit seine Marktposition im Segment der Jack-up-Bohranlagen stärkt, reagieren Ratingagenturen skeptisch auf die damit verbundene Schuldenlast.
- Kaufpreis: 360 Millionen US-Dollar
- Umfang: 5 Premium-Jack-up-Bohranlagen (umbenannt u. a. in „Sif“ und „Freyja“)
- Finanzierung: Mix aus Aktienemission (84 Mio. USD) und Anleihen (165 Mio. USD)
- Rating: Herabstufung auf ‚B‘ durch S&P Global Ratings
Expansionsstrategie und steigende Verschuldung
Die neu erworbenen Anlagen festigen Borr Drillings Anspruch, eine der jüngsten und modernsten Flotten im internationalen Wettbewerb zu betreiben. Zur Finanzierung dieser Expansion nutzte das Management verschiedene Kapitalinstrumente. Ein öffentliches Angebot von Stammaktien brachte 84 Millionen US-Dollar ein, während die Emission vorrangig besicherter Anleihen weitere 165 Millionen US-Dollar beisteuerte.
Diese Kapitalschritte haben jedoch unmittelbare Auswirkungen auf die Bilanzstruktur: Die Nettoverschuldung steigt infolge der Transaktion auf etwa 2 Milliarden US-Dollar. Die Ratingagentur S&P Global Ratings wertet dieses finanzielle Risiko als signifikant und senkte die Bonitätseinstufung des Unternehmens auf ein ‚B‘-Rating. Ist die aggressive Vergrößerung der Flotte angesichts der hohen Verschuldung ein tragfähiges Modell? Die Antwort darauf hängt maßgeblich von der erwarteten Marktdynamik ab, die für 2026 ein weltweites Branchenwachstum von 8,2 % auf über 39 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
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Marktumfeld und operative Perspektiven
Borr Drilling setzt auf eine anziehende Nachfrage im Offshore-Sektor, wobei insbesondere die Region Afrika als Wachstumstreiber für globale Bohrvorhaben gilt. Da die Explorationsaktivitäten – vor allem in der Ultra-Tiefsee – im laufenden Jahr voraussichtlich an Dynamik gewinnen, zielt das Unternehmen auf eine hohe Auslastung seiner erweiterten Kapazitäten ab.
Ein detailliertes Bild über die finanzielle Verfassung nach Abschluss der Übernahme wird der nächste Quartalsbericht liefern. Am 18. Februar 2026 veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Diese Zahlen werden Aufschluss darüber geben, wie stabil der operative Cashflow die gestiegene Zinslast decken kann.
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