BorgWarner liefert heute gleich zwei Nachrichten, die aufhorchen lassen. Während die Quartalszahlen den Markt positiv überraschen, markiert ein neuer Vertrag den strategischen Eintritt in einen völlig neuen Geschäftsbereich. Der Automotive-Zulieferer positioniert sich damit breiter – und könnte damit neue Wachstumsquellen erschließen.
Verluste schrumpfen deutlich
Die Zahlen für das vierte Quartal fallen besser aus als erwartet. Der Nettoverlust verringerte sich auf 262 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch 405 Millionen Dollar zu Buche standen. Bereinigt verdiente das Unternehmen 1,35 Dollar je Aktie – Analysten hatten lediglich 1,19 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte von 3,44 Milliarden auf 3,57 Milliarden Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet BorgWarner mit Erlösen zwischen 14 und 14,3 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Management eine Spanne von 5 bis 5,20 Dollar an. Das operative Ergebnis soll zwischen 1,37 und 1,43 Milliarden Dollar liegen.
Strategischer Coup im Rechenzentrumsmarkt
Parallel verkündet BorgWarner einen Liefervertrag mit TurboCell, einer Tochter des Rechenzentrum-Entwicklers Endeavour. Ab 2027 will das Unternehmen in seinem Werk in Hendersonville, North Carolina, modulare Turbinen-Generatorsysteme produzieren – mit einer Anfangskapazität von zwei Gigawatt.
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Die Systeme sollen vor allem KI-gesteuerte Rechenzentren und Mikrogrid-Anwendungen mit Strom versorgen. Das Besondere: Die Turbinen funktionieren mit verschiedenen Brennstoffen – von Erdgas über Diesel bis hin zu Wasserstoff. Damit positioniert sich BorgWarner in einem Markt, der durch den KI-Boom massiv wächst.
Rund 65 Prozent der Systemkomponenten will das Unternehmen selbst fertigen. Dabei greift es auf bestehende Expertise in Turboaufladung, Thermomanagement und Leistungselektronik zurück. Der Einstieg in den Rechenzentrumsmarkt könnte sich als kluger Schachzug erweisen – gerade zu einer Zeit, in der der traditionelle Automotive-Bereich unter Druck steht.
Die Aktie reagiert verhalten positiv und notiert im vorbörslichen Handel bei 54,51 Dollar, was einem Plus von knapp einem Prozent entspricht.
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