Die Aktie von Booking Holdings erlebte am Donnerstag einen Kurseinbruch von zeitweise mehr als 8 Prozent auf rund 3.900 Dollar – und das, obwohl das Unternehmen starke Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der Nettogewinn im vierten Quartal 2025 kletterte um satte 34 Prozent auf 1,42 Milliarden Dollar, der Umsatz legte um 16 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zu. Das am Mittwoch erreichte Tageshoch von 4.300 Dollar erwies sich als nicht haltbar.
Die Erklärung für die Verkaufswelle: Anleger zeigten sich enttäuscht vom Ausblick. Während das Umsatzziel für 2026 die Erwartungen übertraf, blieben die Margenschätzungen deutlich hinter den Prognosen der Wall Street zurück.
Milliarden-Investment belastet Margen
Management plant für 2026 zusätzliche Ausgaben von 700 Millionen Dollar für strategische Initiativen. Im Fokus stehen KI-Funktionalität, die Vision einer vernetzten Reiseerfahrung sowie Wachstum in Asien und den USA. Die Guidance für das Gesamtjahr sieht ein Wachstum der Buchungen im hohen einstelligen Bereich vor – bei einer Margenausweitung von lediglich 50 Basispunkten. Analysten hatten zuvor mit 120 Basispunkten gerechnet.
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BMO Capital hob sein Kursziel von 6.000 auf 6.200 Dollar an und begründete dies mit den soliden Ergebnissen des vierten Quartals. Buchungen und EBITDA lagen jeweils 3 beziehungsweise 4 Prozent über den Erwartungen. Die Nachfrage zeigte sich über alle Regionen hinweg robust.
KI-Debatte drückt auf Bewertung
Cantor Fitzgerald reduzierte hingegen das Kursziel drastisch von 5.830 auf 4.495 Dollar. Die Analysten begründen dies mit wachsenden Sorgen über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell von Online-Reiseplattformen. Die Diskussion über KI-Risiken dürfte die Bewertungsmultiples mittelfristig belasten, so die Einschätzung.
Booking setzte im vierten Quartal 2025 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2,1 Milliarden Dollar um. Für 2026 kündigte das Management eine kontinuierliche Einführung neuer KI-gestützter Produkte über alle Marken hinweg an. Ob diese Investitionen ausreichen, um die skeptische Haltung der Investoren zu drehen, wird sich zeigen müssen.
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