Die Booking Holdings Aktie steht unter Druck. Nach einem Kursrückgang von 8,66 Prozent in der vergangenen Woche sorgen unterschiedliche Analystenbewertungen für Verunsicherung. Während Citizens am Mittwoch das Rating von „Market Outperform“ auf „Market Perform“ herabstufte, erhöhte Mizuho die Einschätzung von „Neutral“ auf „Outperform“ – mit einem Kursziel von 6.000 US-Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 4.644,64 US-Dollar entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent.
Was steckt hinter der Skepsis?
Citizens begründet die Abstufung mit strukturellen Risiken durch künstliche Intelligenz. Die Sorge: KI könnte den gesamten Reisebuchungsprozess revolutionieren und auf ein einziges Konversationsinterface reduzieren. Online-Reisebüros wie Booking würden dann möglicherweise in der Wertschöpfungskette nach unten rutschen – Hotels könnten direkter mit Kunden interagieren, ohne den Umweg über Plattformen.
Citizens erkennt zwar an, dass Booking weiterhin Marktanteile in Asien gewinnt und das Genius-Treueprogramm starke Akzeptanz findet. Doch diese Wachstumstreiber seien zunehmend ausgereizt. Die aktuelle Bewertung von 12,5-mal dem geschätzten EBITDA für 2027 erscheint dem Analysehaus angemessen – weiteres Aufwärtspotenzial sieht es kaum.
Kann KI auch zum Vorteil werden?
Mizuho hält die KI-Bedenken dagegen für „übertrieben“. Die Angst, dass generative KI mehr Geschäft direkt zu Hotels lenken könnte, teilt das Analysehaus nicht. Im Gegenteil: KI könnte die Kundenakquisitionskosten sogar senken. Die Zahlen sprechen für sich – Booking wächst mit einer beeindruckenden Bruttomarge von 86,99 Prozent und einem Umsatzplus von 12,96 Prozent in den letzten zwölf Monaten.
Seit dem Start der Mizuho-Abdeckung hat die Booking-Aktie 16 Prozent verloren, während Expedia um 6 Prozent zulegte und Airbnb lediglich 1 Prozent nachgab. Der Nasdaq gewann im gleichen Zeitraum 2 Prozent. Mizuho erhöhte seine Gewinnprognose je Aktie für 2027 um 4 Prozent und sieht die aktuelle Schwäche als Einstiegschance. Das KGV von 17,8 liegt mehr als eine Standardabweichung unter dem Drei-Jahres-Durchschnitt von 20,6.
Führungswechsel bei KAYAK
Am 3. Februar gab Booking Holdings bekannt, dass Peer Bueller zum neuen CEO von KAYAK ernannt wurde. Der bisherige CFO und COO der Metasuchplattform übernahm damit die Führung von Mitgründer Steve Hafner, der nach 22 Jahren an der Spitze nun als Executive Chair fungiert. Hafner wechselt in eine neue Rolle bei Booking Holdings, wo er sich auf KI-Innovationen konzentrieren wird – ein deutliches Signal, dass das Unternehmen die technologische Transformation aktiv gestalten will.
Bueller ist seit 2016 bei KAYAK und hatte zuletzt die Expansion sowie das Wachstum der Corporate-Travel-Plattform KAYAK for Business vorangetrieben. Seine Ernennung unterstreicht die strategische Bedeutung, die Booking Holdings der Weiterentwicklung seiner Marken beimisst.
Steht die Booking-Aktie also vor einem Comeback oder droht weiterer Druck? Die Antwort dürfte davon abhängen, wie schnell das Unternehmen KI nicht als Bedrohung, sondern als Chance nutzt.
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