Starkes Quartal, schwacher Ausblick — bei Booking Holdings klaffen Ergebnis und Erwartung auseinander. Das Unternehmen übertraf im ersten Quartal 2026 die Gewinnerwartungen deutlich. Trotzdem reagierte der Markt mit Verkäufen, weil das Management die Jahresprognose zurücknahm.
Solides Quartal mit einem Schatten
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal auf 5,53 Milliarden Dollar — ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Brutto-Buchungen stiegen um 15 Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen wuchs um 6 Prozent.
Besonders stark lief das Händlermodell. Merchant-Umsätze legten um knapp 27 Prozent zu und machen inzwischen 67 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch in den USA beschleunigte sich das Wachstum — Übernachtungsbuchungen stiegen im niedrigen zweistelligen Bereich, das vierte Quartal in Folge mit Zuwachs.
Allerdings bremste der Nahost-Konflikt das Ergebnis spürbar. Das Management schätzt, dass regionale Instabilitäten die Übernachtungsbuchungen und Brutto-Buchungen um rund 2 Prozentpunkte belasteten.
Jahresprognose kassiert
Das ist der eigentliche Knackpunkt. Booking Holdings erwartet für das Gesamtjahr 2026 nur noch ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Bislang hatte das Unternehmen niedrig zweistelliges Wachstum in Aussicht gestellt. Als Grund nennt das Management anhaltende Stornierungen und schwächere Nachfragetrends wegen der Lage im Nahen Osten.
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Die Aktie fiel daraufhin am letzten Handelstag im April um 3,5 Prozent auf 167,97 Dollar. Mehrere Analysehäuser senkten ihre Kursziele. Das Konsensrating bleibt dennoch bei „Moderater Kauf“ — viele Analysten setzen darauf, dass sich die Reisenachfrage in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert.
Kapitalrückgaben auf Rekordniveau
Operativ hält Booking Holdings die Ausschüttungsdisziplin hoch. Im ersten Quartal kaufte das Unternehmen eigene Aktien im Rekordwert von 3,6 Milliarden Dollar zurück. Die quartalsweise Dividende beträgt 0,42 Dollar je Aktie, der Ex-Dividenden-Tag ist für Juni geplant.
Strategisch setzt das Unternehmen auf KI-Integration — etwa mit der Funktion „Ask AI“ — sowie auf den Ausbau der „Connected Trip“-Initiative, die Reisebuchungen stärker vernetzt. Ob diese Wachstumstreiber die Nahost-Belastungen im zweiten Halbjahr kompensieren können, wird sich spätestens mit den Q2-Zahlen zeigen, die traditionell die buchungsstarke Sommersaison abbilden.
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